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Wittenberge Ausbau einer Bonbonfabrik – das SOS-Kinderdorf in Wittenberge feiert Richtfest
Lokales Prignitz Wittenberge Ausbau einer Bonbonfabrik – das SOS-Kinderdorf in Wittenberge feiert Richtfest
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18:44 24.10.2019
Viele Gäste und interessierte Bürger kamen zum Richtfest. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

„Gestern hatte ich im Rathaus Besuch von einer Schulklasse. Die Kinder fragten mich, was für mich schöne Termine sind. Dies heute ist so ein schöner Termin. Er markiert einen Punkt, an dem etwas abgeschlossen oder ein fester Punkt erreicht ist”, sagte Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann am Donnerstag beim Richtfest des neuen SOS-Kinderdorfs Prignitz in der Bürgermeister-Jahnstraße/ Ecke Schillerstraße.

Daniel Krause-Pongratz, Einrichtungsleiter des Kinderdorfs, dankte besonders allen Handwerkern, die gegen Wind und Wetter und trotz aller Widrigkeiten ihre Arbeit erledigt haben. „Und das unglaublich schnell und fast im Zeitplan”, lobt er.

Wohnräume für bis zu 30 Kinder

Seit einem Jahr werden drei nebeneinander liegende Altbauten, von denen eines früher eine Bonbon- und Zuckerwarenfabrik beherbergte, ausgebaut. In den denkmalgeschützten Gebäuden entstehen vier Wohnbereiche für 25 bis 30 Kinder, Gemeinschaftsräume und Büros. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei rund 4,6 Millionen Euro.

Ines Jesse übergibt Oliver Hermann den Fördermittelbescheid für die Sanierung der historischen Villa in der Schillerstraße 5a. Quelle: Jens Wegner

Mit 1,2 Millionen Euro wird das Projekt mit Bundes- und Landesmitteln aus dem Teilprogramm Stadtumbau „Sanierung-Sicherung-Erwerb” gefördert. „Das sind traditionelle und städtebaulich wichtige Häuser. Es ist besonders schön, dass hier ein Fortschritt erreicht wird“, sagte der Bürgermeister. „Wir als Stadt unterstützen wo wir können, brauchen aber auch den richtigen Partner dafür.” Oliver Hermann dankte dem Bauherrn, dem Architekten und dem Land für die gute Zusammenarbeit.

Ein fast einmaliges Projekt

„Ich bin gern wieder nach Wittenberge gekommen”, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, und lobte ebenfalls das gute Miteinander mit der Stadt und dem Bürgermeister. „Das ist ein tolles Projekt und fast einmalig. Als Land wollen wir eine Stadt, die sich für gutes Leben und Wohnen aller einsetzt, unterstützen”, sagte sie.

Daniel Krause-Pongratz, Oliver Hermann und Ines Jesse (v.l.) beim Richtfest des SOS-Kinderdorfs. Quelle: Jens Wegner

Seit 1971 gäbe es die Städtebauförderung schon, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Das Programm soll nach den neuen Richtlinien entbürokratisiert werden. „Wir wollen diese Zentren wie hier unterstützen und auch Anreize für kommunale Zusammenarbeit schaffen. Die Baukultur soll erhalten bleiben, leerstehende historische Gebäude mit neuem Leben gefüllt werden. Wir werden weiter in diese Stadt investieren”, sagte sie und bezeichnete die Sanierung der Gebäude als eine Aufwertung für die Stadt.

Treffpunkt für Kinder und Jugendliche in historischer Villa

Ines Jesse überreichte bei ihrem Besuch auch einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 377 000 Euro – Bundes- und Landesmittel aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier”. Damit wird die barrierefreie Sanierung der historischen Villa in der Schillerstraße 5a unterstützt, in die das Kinder- und Jugendkulturzentrum einziehen soll.

Die Villa wird brandschutztechnisch und energetisch auf den neusten Stand gebracht. Träger für dieses Projekt ist ebenfalls der Verein SOS-Kinderdorf. Die Stadt ist die Eigentümerin der Einrichtung. „Hier entsteht eine Art Campus mit Bürgerzentrum, Bürgergarten, Beratungsstelle für Flüchtlinge, Jugend- und Kulturzentrum – ein Areal von sozialen Nutzungen, die Zukunft haben”, so der Bürgermeister.

Architekt Benedikt Banniza führte die Gäste im Anschluss in einem Rundgang durch die Gebäude.

Von Jens Wegner

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