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Wittenberge Ausstellung mit Bildern von Anja Puls
Lokales Prignitz Wittenberge Ausstellung mit Bildern von Anja Puls
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15:35 03.09.2019
Anja Puls, Bernd Streiter und Rainer Trunk (v.l.) bei der Vernissage. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Zur ersten Personalausstellung mit dem Titel „Und morgen ist ein neuer Tag” mit Bildern von Anja Puls in der neuen Galerie „Im Bilde“ im Wittenberger Hornung 59 begrüßte Galerist Rainer Trunk am Donnerstag gut 20 Gäste. „Anja kenne ich fast nur durchs Internet. Ich dachte mir, es wäre schön, wenn sie sich hier mal zeigt“, erklärt er, warum er die junge Frau eingeladen hat, bei ihm auszustellen. „Ihre Heimat und ihr Ruhepol ist die Prignitz”, sagte er über die in Heeslingen (Niedersachsen) lebende Malerin.

Der bekannte Prignitzer Künstler Bernd Streiter hielt die Laudatio. „Anja ist mir auf Facebook aufgefallen. Kaum, dass sie das Kommunikationsportal nutzte, waren wir Freunde”, berichtete er. Er beobachtete, wie sie unentwegt Bilder postete. Beinahe mit Neid auf ihre schier unerschöpfliche Energie beobachtete er jeden Schritt ihres Schaffens.

Ihre Bilder stachen ihm durch die großen Gesichter ins Auge, die sie mit kühnen Strichen malte. Ihre früheren Arbeiten wirkten auf ihn grafisch, beinahe plakativ. „Dann wurde sie immer farbiger. Große Augen, Lippenrot, beinahe suggestive Köpfe, mit solchen Kraft hingehauen, wie man sie dieser kleinen Frau kaum zutrauen konnte”, sagte er.

20 Gäste kamen zur Vernissage. Quelle: Jens Wegner

Später, so beobachtete er, wurde es malerischer, mutiger und sensibler. Er beschrieb ein Bild, bei dem ihre Tochter Modell saß: „Alles mit so wenig gemacht und dabei so eindringlich. Das weiße T-Shirt ist regelrecht hingehauen. Mit wenigen Pinselstrichen ist so viel gesagt. Der gesenkte Blick kontrastiert sehr mit früheren Bildern, auf denen große Gesichter zu sehen sind.”

Klara Laskewitz begleitete die Vernissage musikalisch. Quelle: Jens Wegner

Interessant fand er auch das Frauenbild, das Anja Puls vermittle: „Früher war es nah am Pin-Up. Rote Lippen dominierten schmollmündig mit großen Augen. Immer hart am Klischee vorbei. Aber auch die Perspektive einer Frau, welche sich gewisser erotischer Begleitmusik bewusst ist und sich nicht scheut, weibliche Sinnlichkeit unverleugnet zu zeigen.”

„Ich bin eine Dilettantin, aber ich glaube, dass ich eine gute bin”, sagt die bescheidene junge Frau über sich selbst. Es gibt Phasen, in denen die gebürtige Perlebergerin nicht so viel malt. Und andere in denen sie nachts durcharbeitet. Schon in der Schule sei sie von ihrem Kunstlehrer gefördert worden und habe mehrere Preise gewonnen. „Das Malen hat mich nie losgelassen. Aus jedem Jahr gibt es mindestens ein Bild von mir. Die besten Bilder kommen dann, wenn es mir schlecht geht”, gestand Anja Puls.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 29. September in der neuen Galerie „Im Bilde“ im Wittenberger Horning 59.

Von Jens Wegner

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