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Wittenberge Betrüger wollen Senioren aushorchen
Lokales Prignitz Wittenberge Betrüger wollen Senioren aushorchen
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16:24 31.01.2019
Quelle: dpa
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Wittenberge

Betrüger haben am Mittwoch versucht, in Wittenberger ältere Menschen nach ihren Vermögensverhältnissen auszuhorchen. Sie sind laut Angebane der Polizei aber allesamt gescheitert.

Eine 78-Jährige erhielt am Mittwoch gegen 10.45 Uhr einen Telefonanruf von einem unbekannten Mann, der sich ihr als Polizeibeamter vorstellte. Er gab an, zwei rumänische Täter mit Diebesgut in der Nähe festgestellt zu haben. Die Seniorin reagierte darauf sofort ablehnend und legte auf. Persönliche Daten oder Informationen gab sie dem Anrufer nicht preis. Die 78-Jährige meldete sich sofort in der Polizeiinspektion.

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Polizei ruft nicht an und fragt Leute aus

Einen ähnlichen Anruf erhielt gegen 11.25 Uhr ein 76-jähriger Mann. Auch hier gab der Anrufer an, Polizeibeamter zu sein. Die aufgegriffenen Rumänen hätten Schmuck und Geld dabei gehabt. Zudem wären Unterlagen des 76-Jährigen aufgetaucht. Dabei wären auch Hinweise über einen hohen Bargeldbetrag auf dem Sparbuch des Mannes bekannt geworden. Der 76-Jährige ließ sich nicht aushorchen und der Anrufer gab auf.

Auch am Donnerstag meldeten sich zwei Männer bei der Polizei. Ein 64-Jähriger hatte am Mittwoch gegen 9 Uhr einen ähnlichen Anruf erhalten. Der falsche Beamte erkundigte sich zudem nach den Familienumständen des Seniors.

Der Mann ließ sich nicht darauf ein und beendete das Telefonat. Bei einem 83-Jähriger war gegen 11 Uhr ein „verdeckter Ermittler“ am Apparat, der ihn nach seinen finanziellen Verhältnissen befragte. Der 83-Jährige gab keine Auskunft und beendete das Gespräch.

In allen Fällen wurden Strafanzeigen wegen Amtsanmaßung aufgenommen.

Die Polizei weist zudem darauf hin, dass derartige Anrufe jeder Grundlage entbehrten. Polizisten nehmen in derartigen Fällen persönlich Kontakt zum Angerufenen auf. Sie stellen sich vor und haben Dienstausweise. Zudem sollten persönliche Daten, Angaben zu den Vermögensverhältnissen und den Lebensumständen generell nicht an Fremde herausgegeben werden.

Von MAZ-online