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Wittenberge Länderinnen erklären, was man für die Ernte braucht
Lokales Prignitz Wittenberge Länderinnen erklären, was man für die Ernte braucht
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15:01 26.09.2019
Die drei ersten Klassen bekamen von den Länderinnen Anschauungsunterricht in Sachen Gemüse. Hinterher verteilten sie Brotboxen an die Schülerinnen und Schüler. Möglich wurde die Aktion durch die Unterstützung von Sparkasse Prignitz sowie Volks- und Raiffeisenbank Prignitz. Quelle: Bernd Atzenroth
Bad Wilsnack

Das war ein Unterricht der etwas anderen Art: Schülerinnen und Schüler der Klasse 1c an der Elbtalgrundschule in Bad Wilsnack konnten sich am Donnerstag zusammen mit den Länderinnen im Kreis auf den Boden setzen.

Die Länderinnen, ein Zusammenschluss von Frauen aus der Landwirtschaft, waren wieder einmal für ihre Erntedankaktion gekommen und hatten für die Kinder gepackte Brotboxen mitgebracht. Vor der 1c hatten die fünf Frauen schon die Flexklassen A und B an der Schule besucht.

In der Mitte stand eine Kiste mit allen möglichen Sorten von Gemüse. „Ist das alles echt?“ fragte ein Mädchen, die das offenbar kaum glauben konnte. Ob Maiskolben, Zucchini, Kürbis oder Sellerie – alles wurde einmal herumgereicht. Jedes Kind konnte das Gemüse einmal anfassen.

Ein Trio begutachtet einen Masikolben. Quelle: Bernd Atzenroth

Klein geschnitten als Häppchen konnten sie alles auch einmal probieren – für viele ihnen offenbar ungewohnt, insbesondere die Rote Bete. Auch von der Zuckerrübe konnten die Kinder kosten. Staunend erfuhren sie, dass daraus der Grundstoff für Süßigkeiten gewonnen wird. Natürlich gab es auch einen kleinen Wissenstest darüber, was man alles für eine Ernte braucht.

Das vierte Mal waren die Länderinnen für ihre Aktion nun in der Grundschule Bad Wilsnack. In der Klasse 1c dabei waren diesmal neben den Länderinnen auch Susanne Künstler und Folkert von Runnstedt von der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz sowie Annette Weller von der Sparkasse Prignitz – beide regionalen Kreditinstitute unterstützen die Länderinnen bei ihrer Aktion.

Die Ernte ist jetzt abgeschlossen – die nächste wird schon vorbereitet

„Wir freuen uns, dass wir wieder bei Euch sein dürfen“, sagte Ina Oestreicher, „wir wollen Euch erzählen, was wir brauchen, um gut zu ernten.“ Sie selbst ist Landwirtin in Abbendorf. „Unsere Ernte ist jetzt abgeschlossen. Wir sind dabei, für die nächste Ernte die Saat in den Boden zu legen.“

Insgesamt gibt es 15 Länderinnen. Neben Ina Oestreicher waren vier weitere dabei. Sandra Schlestein ist gelernte Landwirtin, hat dies auch studiert. „Ich fahre von Hof zu Hof, um Kälber in die Kühe zu stecken“, erklärt sie den staunenden Kindern. Maren Wilde aus Bruchhagen arbeitet zwar selbst nicht in der Landwirtschaft, ist aber Frau eines Landwirts und kennt daher alle Probleme der Landwirte. Anke Krüger hat ein Büro in Perleberg und unterstützt Bauern „bei den täglichen Fragen, die sie haben“.

Das ist in der Box, die die Kinder zum Schluss bekamen. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Länderinnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern Landwirtschaft nahe zu bringen und Wissen über die Herkunft ihrer Lebensmittel zu vermitteln. Sie machen dies ehrenamtlich.

„Landwirtschaft ist etwas Schönes“, sagt Christina Stettin, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Prignitz, und bot den Kindern Hilfe an, wenn sie später einmal auf die Idee kommen, einen der 13 grünen Berufe zu erlernen.

Am Ende der Unterrichtsstunde erhielten die Kinder dann ihre Brotboxen. Kreisweit verteilen die Länderinnen in den Grundschulen diesmal 350 davon, erstmals auch in der Grundschule Glöwen. Die Produkte wurden extra für die Aktion bereitgestellt, darunter Gebäck aus der Bäckerei Eichler, Honig von der Imkerei Schlünz, Knacker von der Neudorfer Fleischerei und Paprika von dem Hof Denissen.

Von Bernd Atzenroth

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