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Wittenberge Dämmstoffhersteller weiht Produktionsanlage ein
Lokales Prignitz Wittenberge Dämmstoffhersteller weiht Produktionsanlage ein
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15:46 14.05.2019
Lars Peter, Oliver Hermann und Alexander Sinner (v. l.) starten die neue Anlage. Links daneben Anlagenmaschinenführer Maik Bell. Quelle: FOTO: Wegner
Wittenberge

Eine neue Produktionsanlage nahm am Dienstag der Dämmstoffhersteller Austrotherm in Wittenberge in Betrieb. Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann, Austrotherm-Geschäftsführer Lars Peter und Alexander Sinner, Geschäftsführer und Vertriebsleiter für Deutschland/Nord-Westeuropa des Unternehmens, drückten den Knopf zum Start der Anlage.

„Heute nehmen wir unsere neue Thermobonding-Anlage in Betrieb. Damit können wir erstmals Platten miteinander verschweißen”, sagte Lars Peter und blickte kurz auf die Geschichte des Wittenberger Werks zurück. „Im Jahr 2013 sind wir in Produktion gegangen. Seitdem ist viel passiert”, sagte er.

Die ersten verschweißten Dämmplatten laufen vom Band. Quelle: Jens Wegner

Mit 35 Mitarbeitern habe man angefangen. Die Zahl der Mitarbeiter sei kontinuierlich gestiegen. „Die Nachhaltigkeit der Arbeitsplätze war uns wichtig”, betonte er. 40 Millionen Euro wurden bis heute investiert. Rund 70 Mitarbeiter arbeiten derzeit am Standort Wittenberge.

Lars Peter unterstrich die gute Zusammenarbeit mit den Behörden und der Politik. Man habe sich von Anfang an wohlgefühlt in Wittenberge. Im Jahr 2016 erlitt Austrotherm einen Rückschlag durch einen Großbrand. „Nach zwei Tagen konnten wir wieder produzieren. Es hat aber noch lange gedauert, bis wir uns davon erholt haben.” Lars Peter dankte für die Unterstützung der Stadt: „Darauf konnten wir uns immer verlassen.“

„Die erste und die zweite Produktionslinie waren schnell ausgelastet. Mit der dritten werden bessere Dämmwerte erzielt. Außerdem arbeitet die Anlage mit einer höheren Effektivität.”2,5 Millionen Euro wurde in die neue Anlage investiert.

Geschäftsleitung und Gäste besichtigten die neue Produktionsanlage. Quelle: Jens Wegner

„Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert ausgezeichnet”, lobte auch Alexander Sinner. „Vor 18 Jahren haben wir begonnen, unseren Vertrieb in Deutschland aufzubauen. Wir sind stolz, in Wittenberge eine neue Heimat gefunden zu haben.”

Austrotherm hat sein Wort gehalten. Und mehr als das”, freute sich Oliver Hermann. 70 versprochene Arbeitsplätze seien erreicht. Worte seien zu Taten geworden. „Das ist nicht selbstverständlich. Es kann auch viel dazwischen kommen.”

Die Stadt sieht sich als Vermittler

Die Rahmenbedingungen für die Industrie in Deutschland seien schwieriger geworden. „Wir als Stadt vermitteln zwischen Unternehmer und Behörden. Die Wirtschaft ist wichtig für die Stadt. Ohne diese Steuerzahler wären wir nicht da, wo wir heute sind”, sagte Oliver Hermann.

Die Inbetriebnahme der neuen Anlage bezeichnete er als einen Etappenabschluss. „Die Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben. Da bin ich mir sicher”, blickte Hermann in die Zukunft und dankte Austrotherm auch für die vielen Sponsoren-Leistungen.

„Wir sind dabei, eine Neuinvestition zu planen und uns weiterzuentwickeln. Das ist aber noch nicht spruchreif”, so Lars Peter.

Durch Verschweißen wird der Dämmwert erhöht

Bisher konnten bei Austrotherm in Wittenberge Dämmplatten mit einer Stärke von bis zu 200 Millimetern hergestellt werden. Nun sind es 240 Millimeter. Durch das Verschweißen zweier oder mehrerer Platten wird deren Dämmwert nochmals erhöht.

Bisher wurden diese Produkte nur in Österreich produziert. Die neuen Produkte weisen eine höhere Wirtschaftlichkeit auf und verbessern die CO2-Bilanz eines damit gedämmten Gebäudes.

Austrotherm XPS TOP TB, Austrotherm XPS Plus TB und Austrotherm XPS Premium TB heißen die neuen Produkte, die seit Kurzem bei der Wittenberger Austrotherm-Dämmstoffe-Gesellschaft hergestellt werden. In Österreich wurde Austrotherm XPS TOP bereits als ökologischer Dämmstoff ausgezeichnet.

Von Jens Wegner

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