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Wittenberge Das Team „Verrückte Klasse“ gewinnt auf Prignitzer Abfallparcours
Lokales Prignitz Wittenberge Das Team „Verrückte Klasse“ gewinnt auf Prignitzer Abfallparcours
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00:31 11.05.2019
Beim Start spurteten die Kinder eifrig los, denn es ging auch um eine gute Zeit. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Zum ersten von drei Durchgängen des „Abfallparcours 5” kamen am Mittwoch 96 Fünftklässler aus Perleberger und Meyenburger Schulen zum Wittenberger Friedensteich.

Bei der Begrüßung ging Andreas Much, Sachbereichsleiter Abfallwirtschaft/ÖPNV des Landkreises Prignitz, auf Greta Thunberg ein. Die von der schwedischen Klimaschutzaktivistin ausgelösten Schulstreiks für das Klima sind zur Bewegung „Fridays for future” geworden und finden inzwischen internationale Beachtung.

Müll richtig trennen, Müll vermeiden

Much sprach über die Problematik des Abholzens des Regenwaldes und sagte: „Alle zwei Sekunden verschwindet Regenwald in der Größe eines Fußballfeldes.” Mit dem Sammeln von Altpapier beispielsweise, könne man Bäume retten. So nannte er den Mittwoch im übertragenen Sinne „Wednesday for future”.

Mit dem jährlich vom Sachbereichsleiter Abfallwirtschaft/ÖPNV des Landkreises organisierten Abfallparcours sollen Kinder auf spielerische Weise lernen, Müll richtig zu trennen, unnötigen Müll zu vermeiden und so Energie zu sparen. „Eigentlich rufen wir das Erlernte der Schüler heute nur ab. Die Lehrer haben ihre Schützlinge intensiv auf den heutigen Tag vorbereitet”, sagte Andreas Much.

Zusatzpunkte wurden der Zeit gutgeschrieben

Fünf Stationen mit Aufgaben rund um die Abfallentsorgung mussten auf dem etwa einen Kilometer langen Parcours um den Friedensteich absolviert werden. An der ersten lernten die Kinder Sperrmüll zu erkennen. Die Zusatzfrage, wo der Sperrmüll abgeholt wird, musste beantwortet werden.

An der ersten Station musste Sperrmüll erkannt und aussortiert werden. Quelle: Jens Wegner

Welche Eigenschaften Abfall besitzen muss, um in den gelben Sack zu gelangen, erfuhren die Kinder an der zweiten Station. Der Weg musste auf Zeit zurückgelegt werden. Durch Zusatzpunkte wurden von der Gesamtzeit Minuten abgezogen, jeder Fehler mit einer Zusatzminute bestraft.

Abfälle gehören nicht in den Wald

An der dritten Station ging es darum, Schadstoffe, wie Lacke, zu erkennen. Kompostierbare Abfälle wurden in der vierten Station bearbeitet. In der fünften schließlich zeigten die Kinder, was sie gelernt hatten. Bei einer angelegten Wildverkippung im Wald wurden die Abfälle in Fraktionen getrennt und fachgerecht der richtigen Entsorgung zugeführt.

Die richtige Mülltrennung einer illegalen Müllkippe im Wald war die letzte Aufgabe. Quelle: Jens Wegner

Die Themen der Stationen wurden aus den vergangenen Jahren übernommen, lediglich einige Inhalte geändert, so Much. „Wir wollen den Kindern auch die Idylle hier am Friedensteich zeigen und sie dafür sensibilisieren, dass es sich lohnt, diese zu erhalten”, sagte der Sachbereichsleiter.

Zur Stärkung gab es Nudeln Bolognese

Der besten Gruppe winkte ein Preis von 100 Euro für die Klassenkasse. Die zweiten und dritten Plätze wurden jeweils mit 75 und 50 Euro honoriert. Den ersten Platz belegte die Gruppe „Die verrückte Klasse” der Klasse 5b der Grundschule Meyenburg, gefolgt von den „Müllis” (Klasse 5a der Schollschule Perleberg) und „Die Müllmonster” (Klasse 5c der Schollschule Perleberg). Als Stärkung nach diesem ereignisreichen Vormittag gab es für die Kinder Nudeln Bolognese und rote Grütze mit Vanillesoße zum Mittag.

Am 15. und 22. Juni starten die nächsten Durchgänge des Parcours. 423 Fünftklässler aus 14 Schulen des Landkreises werden am Ende daran teilgenommen haben. „Eine Schule hat ihr Kommen kurzfristig abgesagt”, bedauerte Andreas Much. Mit ihr wären insgesamt 490 Kinder an den Start gegangen.

Von Jens Wegner

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