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Wittenberge Blick in die Elbe der Zukunft
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00:38 28.05.2018
Die Elbe bei Wittenberge Quelle: Ulrich Wangemann
Wittenberge

Zum Elbschifffahrtstag 2018 trafen sich am Mittwoch und Donnerstag Gäste aus Politik und Wirtschaft in der Alten Ölmühle Wittenberge. Seit den 1930er Jahren diskutieren Fachleute auf Elbschifffahrtstagen regelmäßig über aktuelle Binnenschiffsthemen im Elbstromgebiet.

Die zweitägige Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern, darunter auch Gästen aus Tschechien findet bereits zum zweiten Mal in Wittenberge statt. Einführungsvorträge namhafter Experten gaben Grundlagen zur Diskussion von Lösungsansätzen zur Förderung der Binnenschifffahrt im Elbstromgebiet.

„Ziel der Veranstaltung ist es, Lösungen zu finden, wie wir die Binnenschifffahrt auf der Elbe verbessern können”, fasste es der Vorstandsvorsitzende des Vereins Allianz Elbe, Stefan Kunze, zusammen. Das Thema des Ausbaggerns der Elbe sei vom Tisch.

Die Infrastruktur solle verbessert werden. „Das Gesamtkonzept Elbe ist im vergangenen Jahr verabschiedet worden. Seitdem hat sich aber nicht viel getan”, bemängelte er. „Wir wollen den Blick auf die Elbe schärfen. Wie suchen nach Lösungen, wie man die Elbe naturschonend nutzen kann.”

„Wir müssen jetzt in die Pötte kommen, wie wir in Hamburg sagen. Dem Verkehrsministerium haben wir Bedarf angemeldet. Wir können mit kleinen Schritten beginnen.

Die Ressourcen haben wir”, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Elbe der CDU-Bundestagsabgeordneten, Christoph de Vries. Gemeint ist damit die Sanierung der Reststrecken der Elbe mit ökologischen Maßnahmen. „300 bis 400 Millionen Euro wird das Ganze insgesamt kosten”, schätzte er.

Das Ausbaggern der Elbe ist vom Tisch

„Das wird sicher ein Jahrzehnt-Projekt. Wichtig ist aber, dass es endlich in die Gänge kommt. Der Großteil der Investitionen fließt in ökologische Maßnahmen.” „Verschiedene Schiffe brauchen verschiedene Wassertiefen. Sogar 80 cm Wassertiefe reicht schon für einige aus”, so Hubert Finke vom Verein Allianz Elbe.

„Bei den vielen Sedimenten, die die Elbe runtergehen wäre das Ausbaggern eine sinnlose Tätigkeit.“ An Schwachstellen brauche man Regulierungsbauwerke wie Buhnen, mit ökologischer Begleitung. Auch touristisch könne die Elbe stärker genutzt werden, gab Finke zu bedenken.

„Wir sind mit der Auslastung des Wittenberger Hafens an seine Kapazitätsgrenze gestoßen. Es fehlt am Willen, die kleinen Maßnahmen, die möglich sind, umzusetzen.

Es geht noch nicht richtig los”, bemängelte Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann. „Wir vom Land unterstützen die Vorhaben zur Schiffbarkeit der Elbe. 12 Millionen Euro sind dafür bereits vom Land geflossen. Auch Sportboote brauchen eine gewisse Wassertiefe”, sagte Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg.

Das Land unterstützt Vorhaben zur Schiffbarkeit der Elbe

Man habe, zusammen mit Hamburg und dem Land Sachsen-Anhalt, ein Digitalisierungsgutachten erstellen lassen. Dabei gehe es beispielsweise um die technische Koordination wie die Bewältigung des Begegnungsverkehrs.

Die Elbe werde dafür ein Testfeld, so Jesse. Auch die Ökologie habe man dabei im Auge. „Wir stoßen an unsere Grenzen”, sagte Wolfgang Bacher, einer der beiden Geschäftsführer der ElbePort Wittenberge. Eine Bürokraft und einen Hafenarbeiter werde man demnächst einstellen, um dann mit insgesamt fünf Leuten zu arbeiten.

„Wir haben große Kunden dazu gewinnen können und viele kleinere Kunden”, so Bacher. Rund zehn größere Firmen seien es in der Prignitz. So werde ab Juni zusätzlich ein Zug eingesetzt, der zweimal pro Woche Güter transportiert.

Von Jens Wegner

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