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Wittenberge Hochmoderne Technik in Wittenberge beeindruckt den Landrat
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Hochmoderne Technik in Wittenberge beeindruckt den Landrat

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09:02 19.07.2021
Uwe Büttner und Torsten Uhe zeigen sich beim Rundgang beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Firma. Geschäftsführer Matthias Köhler gewährte Einblicke in die Prozesse und stand Rede und Antwort.
Uwe Büttner und Torsten Uhe zeigen sich beim Rundgang beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Firma. Geschäftsführer Matthias Köhler gewährte Einblicke in die Prozesse und stand Rede und Antwort. Quelle: Foto: Landkreis Prignitz
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Wittenberge

Der erste Unternehmensbesuch nach der langen Corona-Pause hat Landrat Torsten Uhe kürzlich nach Wittenberge geführt. Im Gewerbegebiet an der B 189 hat seit 1994 die Köhler Rolladen & Sonnenschutz GmbH ihren Firmensitz. Aus Niedersachsen kommend sei das Unternehmen, dessen Firmengeschichte bis 1792 zurückverfolgt werden kann, von Anfang an gut und schnell aufgenommen worden, berichtete Matthias Köhler. Er führt mit Tochter Lisa Többen den Betrieb und auch Sohn Max Köhler hat bereits in der Produktion und Fertigung von Rollläden sowie Sonnen- und Insektenschutz Verantwortung übernommen. „Dann ist ja die Unternehmensnachfolge in guten Händen?“, fragte Torsten Uhe und Köhler nickte zufrieden. So nach dem Motto: Alles richtig, alles gut!

Unternehmen befürwortet Bau der A 14

Weniger gut findet Köhler dagegen die Probleme mit der Elbefähre von Lütkenwisch nach Schnackenburg. Viele seiner langjährigen Beschäftigten kämen aus Sachsen-Anhalt respektive Lüchow-Dannenberg, die die Fähre als Anfahrtsweg dringend benötigen. Und wenn der A14-Bau, den das Unternehmen ausdrücklich befürwortet, voranschreitet, sei man noch dringender auf diese Art der Elbequerung angewiesen. Torsten Uhe und Uwe Büttner, der den Landrat als Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz begleitet, bescheinigten dem Unternehmer, dass die Fährverbindung nicht infrage zu stellen ist, erst recht nicht, wenn die A 14 gebaut werde.

Spezialisiert auf Rolladenbau und Sonnenschutz

Als mittelständischer Handwerksbetrieb hat sich die Köhler Rolladen & Sonnenschutz GmbH kontinuierlich weiterentwickeln können, berichtet Matthias Köhler. Das Unternehmen mit über 40 Mitarbeitern ist spezialisiert auf Rollladenbau und Sonnenschutz nach neusten technischen Anforderungen mit elektrischen Antrieben und Steuerungen für gewerbliche Kunden. Viele hiesige Firmen profitieren von einem individuell zugeschnittenen Produksortiment. In der Region hat Köhler kurze Wege zu anderen Firmen und Zulieferern aufgebaut, wie zum Beispiel zur Austrotherm Dämmstoffe GmbH.

Materialpreise explodieren

Aktuell drücken das Unternehmen die Materialpreise. „Sie explodieren“, berichtet Köhler. Dauerproblem bleibt der Fachkräftemangel und die Ausbildung junger Leute. „Wir suchen immer.“ Die Berufsschulen seien zu weit weg von der Prignitz, als dass man Jugendliche für Rolladen-Mechatroniker oder ähnliche Berufe begeistern könnte, sagt Köhler – für Uhe ein leidliches und bekanntes Problem. In den vergangenen Jahren sind einige Berufsklassen vom OSZ Prignitz abgezogen und in anderen Städten Brandenburgs konzentriert worden. Es seien politische Entscheidungen, die der Landkreis immer wieder beim Land angemahnt hat, entgegnete Uhe. „Auch in der Prignitz können Landesklassen installiert werden, die Voraussetzungen dafür sind gegeben“, sagte der Landrat.

Kritik an der Entfernung der Berufsschulen

Beim Rundgang durch die Produktionsstätten zeigte er sich beeindruckt von der modernen Fertigung. „Die Firma platzt aus allen Nähten, wir denken über Erweiterungen nach“, sagte Matthias Köhler. Dafür brauche man neben der A14 auch ein gutes Glasfasernetz, das bei Köhler im Moment noch nicht anliegt. Was Torsten Uhe besonders beeindruckte, war die Tatsache, dass vier Mitarbeiter der Lebenshilfe über das Projekt „Wege in Arbeit“ eine feste Beschäftigung bei Köhler gefunden haben. „Danke, dass Sie sich auch hier einbringen“, sagte er.Lesen Sie auch:

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Von MAZonline