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Wittenberge Joey Kelly sprach vor Unternehmern in Wittenberge
Lokales Prignitz Wittenberge Joey Kelly sprach vor Unternehmern in Wittenberge
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14:43 11.09.2019
Joey Kelly hält einen Vortrag vor rund 200 Gästen im Speicher der Alten Ölmühle Wittenberge. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

„In Schwerin haben wir auf der Straße gespielt, in Celle und in Stendal, aber in Wittenberge noch nicht”, sagte Joey Kelly am Dienstag in der Alten Ölmühle Wittenberge bei einem Pressegespräch.

Joey Kelly ist Mitglied der „Kelly Family”, die sich von 1976 an mit Straßenmusik in Europa und den USA durchschlug und mit dem Album „Over the Hump” im Jahr 1994 einen großen kommerziellen Erfolg erzielte.

Musiker und Extremsportler

Joey Kelly ist inzwischen nicht nur Musiker und Extremsportler, sondern auch Buchautor. Und er engagiert sich stark für karitative Zwecke.

„Ich bin das erste Mal hier und ich bin beeindruckt”, sagt er nach seiner Führung durch das Areal der Alten Ölmühle vor rund 200 Gästen.

Unter dem Überschrift „No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel” referiert er auf Einladung der Sparkasse Prignitz und des Vereins Wirtschaftsinitiative Westprignitz in der Alte Ölmühle Wittenberge.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Prignitz, André Wormstädt (r.) begrüßt Joey Kelly. Quelle: Jens Wegner

Dabei berichtet er von seinen Lebensweg als Unternehmer und Ausdauersportler, den er mit Ausdauer, Zielen, Willen und Leidenschaft konsequent verfolgte.

Die Geschichte der Kellys begann mit einer Reise nach Rom in einem alten VW-Bus T 1, berichte er. „Dort wurden wir ausgeraubt. Wir hatten nichts mehr, nur noch unsere Instrumente. Damals war ich gerade sieben Jahre alt”, sagt er.

Der Hut lügt nicht

Von da an begannen sie, auf Plätzen zu musizieren und lebten von dem, was die Leute ihnen gaben. „Der Hut lügt nicht”, sagt er, denn ihr Hut wurde immer gut gefüllt. Ihre Musik kam also gut an. Das Geld lag förmlich auf der Straße.

„18 Jahre lang lebten wir auf der Straße. Wir hatten den Traum, einmal ein Stadion mit 50 000 Zuschauern zu füllen.” Wer nur in seiner Komfortzone leben und nicht rausgehe könne auch nichts erreichen, betont er.

Mehr als eine Million Mark auf dem Hausboot

In dem Hausboot, in dem die Kellys von 1989 an rund sieben Jahre lang lebten, hatten sie über eine Million D-Mark im Münzen gebunkert, berichtet er. „Unser Vater traute keiner Bank“, scherzt er. „Meine Eltern haben vor 40 Jahren etwas gepflanzt, dass wir heute noch ernten können. Mehr geben als nehmen – das zahlt sich aus”, sagt er.

Er berichtet vom Wettlauf zum Südpol im Winter 2010/2011, den er mit Markus Lanz im deutschen Team bestritt, das damals gegen die österreichische Mannschaft antrat. In zehn Tagen legten sie zu Fuß eine Strecke von 400 Kilometern zurück, bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad, 100 Jahre nach dem Wettkampf zwischen Scott und Amundsen.

Der erste Triathlon war ein Reinfall

Mein erster Triathlon war ein Reinfall”, blickt Joey Kelly zurück. „Ich dachte, wenn meine Schwester das schafft, schaffe ich das schon lange. Untrainiert trat ich an. Ich wusste nicht mal in welcher Reihenfolge die drei Sportarten durchgeführt werden.”

Blumig umschreibt er in Wittenberge, wie seine Kräfte ihn beim Schwimmen verließen. An einer Boje konnte er sich retten. Beim Laufen gelang es ihm vom letzten Platz aus zwei ältere Leute zu überholen, die sich gerade unterhielten.

Das ganze Leben ist ein Marathon

Doch er gab nicht auf, trainierte hart und arbeitete an sich, um beim nächsten Mal erfolgreicher zu sein. „Sich aus der Komfortzone bewegen und nicht jammern – das ist das Wichtigste”, sagt er. „Ich bin so oft hingefallen, aber immer wieder aufgestanden. Das ganze Leben ist ein Marathon. Man muss immer wieder etwas Neues versuchen”, ermutigte er die Gäste im Saal sich selbst zu motivieren und für ihre Zielen zu kämpfen.

Mit dem Satz „Der Mittelstand ist der Grund, warum es uns allen noch so gut geht”, beendet er seine Ausführungen und lädt die Gäste ein, mit ihm ins Gespräch zu kommen und eine CD von den Kellys mitzunehmen, „die niemand mehr kaufen will.”

Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich eine CD signieren zu lassen und mit Joey Kelly (l.) ins Gespräch zu kommen. Quelle: Jens Wegner

Joey Kelly absolvierte bislang mehr als 40 Marathonläufe, 30 Ultramarathons, neun Wüstenläufe, dreimal das Radrennen „Race Across America” von der West- zur Ostküste der USA. Bis heute hält er mit acht Iron-Man-Triathlons innerhalb eines Jahres den Rekord.

Zu Fuß von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

In 17 Tagen und 23 Stunden durchquerte Joey Kelly im September 2010 Deutschland von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze. Auf seinem 900 Kilometer langen Fußmarsch ohne Geld ernährte er sich nur von dem was die Natur ihm gab.

Im Jahr 2011 kehrte er nach zehn Jahren zum Badwaterrun, einem der härtesten Ultramarathons weltweit, zurück, um seine damalige Laufzeit von 55 Stunden und 8 Minuten mit unter 48 Stunden über die Distanz von 217 Kilometern zu verbessern. Mit einer Zeit von 43 Stunden und 22 Minuten erreichte er dieses Ziel.

Von Jens Wegner

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