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Wittenberge Spielerischer Einzug in die digitale Welt
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16:33 16.01.2020
Amelie Kolzer (l.) und Ida Harder hatten Spaß beim Programmieren. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Konzentriert sitzen zwölf Kinder der Klassen vier bis sechs der Wittenberger Montessori-Schule vor ihren Tablet-PCs und Laptops und programmieren ein Fangspiel. Am Donnerstag fand dort der erste Projekttag Programmieren mit Mitgliedern der Berliner Initiative Junge Tüftler statt.

Melinda Deutges, Lehrerin für Mathematik und Physik an der Schule, besuchte zuvor eine Weiterbildung in Berlin. Ihr Gelerntes setzt sie jetzt im Unterricht um.

„Einen gewisser Umgang mit Computern ist schon Usus bei uns, zum Beispiel bei der Recherche im Internet“, sagt sie. „Das Programmieren kommt nun oben drauf. Der Projekttag ist Bestandteil der digitalem Bildung.”

Melinda Deutges, Lehrerin für Mathematik und Physik, unterstützt die Kindern beim Programmieren. Quelle: Jens Wegner

Die Kinder lernen spielerisch mit fertigen Algorithmen in Blöcken ein Spiel zu programmieren. Ein fallender Ball soll auf Zufallspositionen springen und vom Topf unten gefangen werden. Klänge und Hintergründe können eingefügt werden. „Spielerisch lernen die Kinder wie beispielsweise ein Koordinatensystem mit X- und Y-Achse funktioniert”, sagte die Lehrerin.

Gearbeitet wird zu zweit. Einer ist der Programmierer, der andere behält die Übersicht. Nach jeweils zehn Minuten wird gewechselt.

Sonst wird man schnell betriebsblind

„Vier Augen sehen mehr als zwei. Man kann sonst schnell betriebsblind werden und übersieht etwas”, sagte Tobias Petruschke. Er und Stephanie Hoffrichter von der Initiative Junge Tüftler aus Berlin unterstützten die Lehrer.

Junge Tüftler ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen zu befähigen, mit digitalem Werkzeug die Welt aktiv und nachhaltig zu gestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird mit Bildung in der digitalen Welt verbunden. Alles steht unter der großen Überschrift der Digitalisierung.

Zwölf Kinder nahmen an erste Projekttag Programmierung teil. Quelle: Jens Wegner

„Als erstes haben wir heute früh analoges Programmieren geübt. Auf dem Fußboden musste ein Pfad gekennzeichnet werden, den Roboter abschreiten könnten. Die Abfolge des Zähneputzens wurde mit Pictogrammen als Algorithmus ausgelegt”, berichtete Melinda Deutges.

Die Rechner für den Workshop brachten die Jungen Tüftler mit. „Unsere Rechner sind zu alt für diese Software. Wir werden uns im Zuge des Digitalpakts aber noch neue Technik anschaffen”, so Melinda Deutges.

Die Kinder wurden vorher gefragt, wer an diesem Workshop teilnehmen möchte und waren mit großer Begeisterung dabei. „Zu Hause habe ich das schon mal gemacht. Es macht großen Spaß”, sagte Ida Harders aus der sechsten Klasse. „Es ist sehr interessant”, ergänzte ihre Klassenkameradin Amelie Kolzer.

Von Jens Wegner

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