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Wittenberge Pachtvertrag für Wittenberger Hospiz unterzeichnet
Lokales Prignitz Wittenberge Pachtvertrag für Wittenberger Hospiz unterzeichnet
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00:24 06.06.2019
Stephan Michelis (l.) und Oliver Hermann (r.) halten den Vertrag in der Hand –  sie schauen dem Projekt positiv entgegen.
Stephan Michelis (l.) und Oliver Hermann (r.) halten den Vertrag in der Hand – sie schauen dem Projekt positiv entgegen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Wittenberge

 Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines stationären Hospiz in Wittenberge ist getan. Am Montag unterzeichnete Stephan Michelis, Geschäftsführer der Prignitz-Ruppiner Hospizgesellschaft, den Erbbaupachtvertrag zwischen der Gesellschaft und der Stadt Wittenberge. Die notarielle Beurkundung liegt vor.

„Damit steht einer Baugenehmigung nun nichts mehr im Wege“, sagt er sichtlich erleichtert. Er hoffe sehr, dass das Anliegen nach der Sommerpause von den zuständigen Stellen genehmigt wird und der Bau im Elsternweg starten kann. Dort soll spätestens Ende kommenden Jahres das neue Gebäude stehen.

Förderverein sucht nach Unterstützer

Das ist einer der letzten Meilensteine vor dem eigentlichen Bauprojekt, so Stephan Michelis. „Die Verfahren nehmen alle viel Zeit in Anspruch.“ Gleichzeitig sucht der vor einem Jahr gegründete Förderverein nach Unterstützern, um das große Vorhaben stemmen zu können – und das mit Erfolg.

Aktuell zählt der Verein 65 Mitglieder. „Bis zum Jahresende wollen wir die 100 voll machen“, so der Geschäftsführer der Prignitz-Ruppiner Hospizgesellschaft. Erst am Freitag gab es vom Festival Krankenschwester Rockt in Haaren eine großzügige Spende in Höhe von 500 Euro.

Bürgermeister steht hinter Projekt

Zu den Spendern zählen Unternehmen, Vereine und Privatleute. Fünf Prozent des jährlichen Anteils des Bedarfs der Betriebskosten des Hospizes müssen durch Spenden und ehrenamtlicher Arbeit erbracht werden. Rund 3,2 Millionen Euro wird der Bau zum derzeitigen Stand der Planung kosten.

„Auch die Festveranstaltung 60 Jahre Kulturhaus soll im Zeichen des Hospizes stehen. Dort soll es ein Benefizkonzert geben“, sagt Bürgermeister Oliver Hermann, der voll hinter dem Projekt steht. Er ermöglichte den Abschluss eines Erbbaupachtvertrag. „Die Betreibergesellschaft hätte das Grundstück auch kaufen können.“

Vertrag gilt 90 Jahre lang

Doch er ging auf deren Wunsch ein. Es ist aus seiner Sicht eine gemeinnützige und vor allem wichtige Sache für Wittenberge und die ganze Region, die er gerne unterstützt. Mit dem Vertrag zahlt die Gesellschaft eine regelmäßige Pacht auf das Grundstück. Der Erbbaupachtvertrag gilt vorerst 90 Jahre lang.

Das Grundstück im Elsternweg hat eine Größe von 6000 Quadratmetern. Früher befand sich dort die O6, die Barackenschule. Das Hospiz bietet Platz für zwölf Gäste zur stationären Aufnahme, einen Palliativ-Stützpunkt, ein Tageshospiz und Verwaltungsräume. Die Sparkasse Prignitz werde die Finanzierung übernehmen.

Spenden sind willkommen

Mit 90 Kilometern bis Neuruppin oder 50 Kilometern bis Stendal ist die Entfernung bis zu den nächsten Orten mit einem Hospiz recht weit. Mit den zwei ambulanten Hospizen in der Prignitz wollen die Initiatoren eng zusammenarbeiten.

Spenden kann man durch eine Mitgliedschaft im Förderverein Hospiz Prignitz. Nähere Informationen dazu sind im Internet unter hospiz-prignitz.de zu finden. Spendenkonto: Volks- und Raiffeisenbank Prignitz, IBAN: DE 27 1606 0122 0000 0893 89, BIC: GENODEF1PER.

Von Marcus J. Pfeiffer