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Wittenberge Polizei warnt vor Erpressermails: Bloß nicht antworten!
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Polizei warnt vor Erpressermails: Bloß nicht öffnen!

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13:18 21.07.2021
Internetbetrüger treiben gerade wieder ihr Unwesen in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz.
Internetbetrüger treiben gerade wieder ihr Unwesen in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Märkisch Linden/Wittenberge

In einem Dorf in der Gemeinde Märkisch Linden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin und in Wittenberge (Prignitz) haben Internet-Betrüger dieser Tage versucht, mit sogenannten Erpresser-Emails Beute zu machen.

Täter fordert in beiden Fällen 500 US-Dollar

So erhielt ein 70-jähriger Ostprignitz-Ruppiner am Sonnabend eine E-Mail von einem unbekannten Absender. Der Täter erklärte, dass er sensible Daten auf dem Computer des Mannes abgefangen hätte und drohte, diese zu veröffentlichen. Er verlangte eine Zahlung in Höhe von 500 US-Dollar in der Kryptowährung Bitcoin.

Zwei ähnlich gelagerte Fälle in Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz

Ähnlich lief es in Wittenberge. Im dortigen Polizeirevier erschien am Montagabend gegen 20.30 Uhr ein 59-Jähriger und erstattete Anzeige. Von einem bislang unbekannten Täter hatte er zuvor eine Mail erhalten. Der Unbekannte forderte ebenfalls eine Zahlung von 500 US-Dollar in Bitcoins und erklärte, dass er bei Nichtzahlung den Computer des 59-Jährigen sperren und persönliche Daten veröffentlichen würde.

„Auf keinen Fall auf diese Mails antworten“

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Erpressermails oftmals automatisch generiert werden und keinen echten Absender haben. „Auf keinen Fall sollten Sie auf diese Mails antworten. Die Täter erklären, dass sie sensible Daten oder persönliche Videoaufnahmen erlangt hätten und diese nun veröffentlichen würden“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Täter können Zugriff auf Bankdaten erlangen

Und weiter: „Dadurch verleihen die Absender ihrer Geldforderung Nachdruck, um ihre Opfer zu einer Zahlung zu bewegen. Nicht selten sind in diesen Mails Weblinks angefügt. Auch diese sollten unter keinen Umständen geöffnet werden.“ So installiere sich womöglich eine Schadsoftware auf dem persönlichen technischen Gerät, mit der die Täter sich Zugriff auf Computer verschaffen oder im schlimmsten Fall Bankdaten erlangen könnten.

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Von MAZonline

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