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Wittenberge Rettungshunde aus Deutschland trainieren in der Prignitz
Lokales Prignitz Wittenberge Rettungshunde aus Deutschland trainieren in der Prignitz
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19:32 20.10.2019
Der Hund Tourneé aus Berlin Lichterfelde findet und verbellt Ines Richter aus Wittstock vom Verein Bundesverband der Rettungshunde am Ufer der Elbe. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Um Trümmersuche, Flächensuche und Mantrailing ging es am Wochenende beim 2. Prignitzer Rettungshundeworkshop mit 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland. Die Facheinheit Rettungshunde Ortungstechnik der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge, kurz Rettungshundestaffel, richtete sie aus.

Am Freitag wurde der Workshop beim Technischen Hilfswerk in Cumlosen eröffnet. „Es ist sehr gut, dass unsere Rettungshundestaffel so was macht”, freute sich Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann und lobte den überregionalen Erfahrungsaustausche.

„Wir als Stadt sind Trägerin der Feuerwehr”, sagte er. Er bedauerte, dass es keine gesetzliche Grundlage für Rettungshundestaffeln gibt. „Wir stehen zu unserer Rettungshundestaffel, weil wir es wichtig finden. Wir würden uns freuen, wenn es regional verstanden wird und wir auch vom Landkreis und anderen Kommunen Unterstützung bekämen”, wünschte er sich. So wäre die Last regional getragen auf breiteren Schultern verteilt.

Im Gebüsch versteckte Personen mussten von den Hunden gefunden werden. Quelle: Jens Wegner

Das Treffen zeige auch, dass man nicht spiele, sondern dass es was mit Rettung zu tun hat. Das sei wichtig für die Gesellschaft. Die Hauptaufgabe der Hunde ist es, vermisste Personen zu finden.

„Jeder lässt seinen Hund suchen. Die anderen in der Gruppe sehen zu und korrigieren bestenfalls, geben Tipps was noch verbessert werden kann”, beschrieb Staffelleiter Torsten Koynowski das Training. „Man muss keinen Hund führen, um bei uns mitmachen zu können. Auch Versteck-Personen sind uns sehr wichtig”, betonte er.

Für den Hund sei es nur ein Spiel. Manche der Tiere werden mit Futter und manche mit Spielzeug belohnt. „Unsere Aufgabe ist es, den Hund bei Laune zu halten und zu motivieren, bis die vermisste Person gefunden ist.” Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Wiesbaden, Sylt, Hamburg, Frankfurt am Main oder Neumünster.

Auch der rbb interessierte sich für das Training der Rettungshundestaffeln. Quelle: Jens Wegner

Fünf bis sieben Leute arbeiteten in den insgesamt acht Gruppen. Die Teilnehmer konnten sich vorher für die Bereiche Trümmersuche, Mantrailing oder Flächensuche anmelden. Letzteres wurde an der Wahrenberger Fähre bei Wittenberge trainiert.

„Eine bis drei Personen verstecken sich. Der Hundeführer weiß nicht, wo Menschen in dem eingegrenzten Gebiet versteckt sind. Mit den Versteck-Personen wird hinterher ausgewertet, ob sie der Hund belästigt hat. Er darf nicht auf den Menschen springen und nicht sein Belohnungs-Futter anfordern.”, erklärte Antonina Zado, stellvertretende Staffelleiterin.

Gerade jungen Hunden müsse man das antrainieren. Auch das RBB-Fernsehen interessierte sich für das Training der Rettungshundestaffeln und drehte einen Beitrag über die Arbeit der Hundeführer.

Von Jens Wegner

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