Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittenberge „Schäfer in Schafsfellwesten” – die besondere Lesung
Lokales Prignitz Wittenberge „Schäfer in Schafsfellwesten” – die besondere Lesung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:04 06.10.2019
Rainer Trunk (r.) berichtete den Gästen, wie es zur Begegnung von Maik Brüggemeyer und Tom Liwa kam. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Eine besondere Lesung mit Musik gab es am Sonnabend in der Galerie „Im Bilde” im Wittenberger Horning 59. Der Autor und Redakteur des Musikmagazins Rolling Stone, Maik Brüggemeyer, sowie der Autor und Songschreiber Tom Liwa gaben sich die Ehre.

„Es ist wohl eher eine seltene Gelegenheit, die beiden gemeinsam zu erleben”, sagte Rainer Trunk, der beide zusammenbrachte und in die Galerie einlud. „Lange Zeit war ich Abonnent des Rolling Stone”, berichtete Trunk. Er hört den Song „Für die linke Spur zu langsam” von Tom Liwa, die seiner Zeit im Radio rauf- und runtergespielt wurde. „Mein Gott, ist das geil”, dachte er sich.

Maik Brüggemeyer las aus seine Büchern. Quelle: Jens Wegner

Er las Rezensionen, die Maik Brüggemeyer damals über Tom Liwa und dessen Lieder schrieb und dass er ihn für den besten Liedermacher Deutschlands hält. „Tom kannte ich inzwischen schon. Schließlich habe ich Maik über Facebook angeschrieben und ihn gefragt, ob sie nicht gemeinsam was machen wollen”, sagte Trunk.

Unter dem Titel „Schäfer in Schafsfellwesten” lasen nun beide in Wittenberge. Maik Brüggemeyer gab ein Best of aus seinen bisherigen Büchern wie beispielsweise „l ve been looking for Frieden”, „Catfish. Ein Bob-Dylan-Roman.” oder „Pop. Eine Gebrauchsanweisung.” zu Gehör.

Tom Liwa spielte Stücke und las aus „Das Buch Tom”. Quelle: Jens Wegner

Tom Liwa las aus dem Buch „Das Buch Tom” und spielte dazu alte und neue Songs. „Als Kind ist es einem egal, wo man lebt. Im Alter von sechs Jahren fiel mir auf, dass meine Großeltern über Deutschland reden. Über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beispielsweise, die im Fernsehen gerade die deutsche Nationalhymne sang. Es war im Jahr 1982 während der Fußballweltmeisterschaft in Spanien”, las Brüggemeyer aus „I’ve been looking for Frieden – eine deutsche Geschichte in zehn Songs”.

Die Nationalhymne verstand er nicht

Die Nationalhymne verstand der Junge damals nicht. Er mochte „Skandal im Sperrbezirk” von der „Spider Murphy Gang”, durfte es aber nicht singen. Die Mutter wollte ihm nicht sagen warum, und auch nicht was es mit diesen „Nutten” auf sich hätte, berichtete er dem amüsierten Publikum.

Später hörte er die „Bläck Föös” auf dem Rasen in Köln spielen. Das, fand er, sollte die deutsche Nationalhymne sein, denn sie sangen von einer Welt, die man sich gemeinsam schön macht. Und wenn es den Menschen schlecht ginge, helfen sie sich gegenseitig.

Er zitierte aus „Kristallnaach” von Bap, einem Lied, das von diesem Land handle und von Rio Reisers Gedanken, was er täte, wenn er der König von Deutschland wäre. „Vielleicht helfen uns solche Lieder, das Land besser zu verstehen – Das Land mit ihren Häusern, Carports und Vorgärten und den Menschen unbekannter Herkunft”, sagte er. Tom Liwa zupfte mal sein Gitarre, mal sein Banjo dazu und sang beispielsweise davon, wie er ein Neil-Young-Konzert erlebte.

Von Jens Wegner

Sogar geboxt wurde schon im Wittenberger Festspielhaus. Und die Stühle sind offenbar nicht kaputt zu kriegen.

04.10.2019

Zwei Birken und eine Linde könnten das Fundament eines Hauses und einer Mauer in der Rathausstraße von Wittenberge schädigen. Während der Vermieter beantragt hat, die Bäume zu fällen, will eine Bewohnerin die Bäume erhalten – und hat dafür Unterstützer.

03.10.2019

Turnusgemäß haben die Mitglieder des Regionalen Wachstumskerns Prignitz den Staffelstab als Symbol der geschäftsführenden Kommune weitergereicht. Karstädts Bürgermeister Udo Staeck übernimmt und setzt auf Dialog mit den Abgeordneten. Auch der Ausbau der Infrastruktur bleibt ein wichtiges Thema.

30.09.2019