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Wittenberge Aktion: Wittenberger Schüler laufen gegen Hunger im Tschad
Lokales Prignitz Wittenberge Aktion: Wittenberger Schüler laufen gegen Hunger im Tschad
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00:25 19.05.2019
Rund 160 Läufer nahmen an dem Lauf teil - sie starteten in Etappen, so dass bis zum Mittag ständig Bewegung auf den Bahnen war. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Wittenberge

„Auf die Plätze, fertig, los!“: Eine Runde nach der anderen absolvierten rund 160 Schüler beim ersten Lauf gegen Hunger in Wittenberge. Ihr Lehrer Stefan Eckelmann hatte die Aktion für hungernde Menschen im Tschad am Donnerstag in die Elbestadt geholt.

Es ist eine bundesweite Aktion, die ursprünglich aus Frankreich kommt. 375 Schulen sind weltweit dabei, aber nur fünf in Brandenburg, wie der Koordinator Elian Libera aus Berlin berichtet. Er lobte die gute und aktive Zusammenarbeit mit den Wittenbergern.

Vor dem Start ging es zur Anmeldung - Helfer dokumentierten jede einzelne Runde. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Vor zwei Wochen war er an der Albert-Schweitzer-Schule, die gemeinsam mit dem Kreissportbund Prignitz den Lauf auf die Beine stellte. Dort hat er in Vorträgen den Schülern das Thema näher gebracht, denn es ist aus seiner Sicht ein Sport- und Bildungsprojekt zugleich.

„Es ging um die Ursachen und die Verbreitung von Hunger und Mangel“, sagt er. Jedes Jahr dreht es sich um ein anderen Land. In diesem Jahr ist es der Tschad. In Filmvorträgen erhielten die jungen Läufer reichlich Wissen.

Sport, Bildung und der gute Zweck

Für jede Runde, die sie am Donnerstag im Ernst-Thälmann-Stadion rannten, spendeten sie für den guten Zweck. „Uns unterstützen Unternehmen, und auch die Kinder konnten selbst auf die Suche nach Sponsoren gehen“, erzählt Stefan Eckelmann.

Ihm war es wichtig, den Lauf so frei wie möglich zu gestalten. Die Laufbahnen waren immer voll. Im Vordergrund stand jedoch der Spaß und nicht „ich muss jetzt spenden“. Der Lehrer möchte klein anfangen und den Lauf sehr gern im nächsten Jahr erneut austragen.

Frühsport für die Schüler - vor dem Lauf gehört eine Erwärmung mit dazu. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Durch einen Flyer wurde er auf die Aktion aufmerksam, hat sich im Anschluss belesen und informiert. „Ich fand den Lauf sofort klasse, auch für die Schüler, die eigentlich noch gar nicht so viel mit dem Thema zu tun haben“, sagt er.

Sport, Bildung und der gute Zweck sind für ihn eine gute Mischung. So auch für Bürgermeister Oliver Herrmann, der den Lauf am Morgen eröffnete: „Wir kennen nur ganz anderen Hunger, als es um den hier geht. An diesen kann man sogar sterben“, so Herrmann.

Teilnehmer aus vier Schulen

Er freue sich sehr darüber, dass die Albert-Schweitzer-Schule mit dieser Aktion vorausgeht. Es nahmen auch Schüler der Jahngrundschule und Montessori-Schule aus Wittenberge und der Förderschule aus Neuruppin teil.

„Wir haben auch private Läufer und Laufgruppen angeschrieben“, informiert Stefan Eckelmann und dankt den vielen Unterstützern und Helfern, die den Lauf gegen Hunger erst möglich gemacht haben. Bis zum Mittag waren die Laufbahnen gut gefüllt.

Viele Zuschauer versammelten sich an der Strecke und feuerten die Läufer an. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Von Marcus J. Pfeiffer

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