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Wittenberge Staatssekretärin beeindruckt von Wittenberge
Lokales Prignitz Wittenberge Staatssekretärin beeindruckt von Wittenberge
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17:10 20.03.2019
Daniela Trochowski (Mitte) ließ sich bei einem Rundgang durch das Unternehmen Details von Andreas Buchelt und Evelyn Borde erklären. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Daniela Trochowski, Staatssekretärin im Brandenburger Finanzministerium, besuchte am Mittwoch Wittenberge.

Als erstes besuchte sie die das Unternehmen Adecco Service Center Solutions, anschließend die Alte Ölmühle Wittenberge und die Firma Francotyp Postalia im Gewerbegebiet Nord. Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, begleitete sie.

Exportschlager aus der Prignitz

Einführend berichtete Büttner der Staatssekretärin von der Exportprodukten, die aus der Prignitz kommen, vom Hundeeis über Hygieneartikel bis zu Zahnrädern in Getrieben bestimmter ICE-Loks. Sie zeigte sich beeindruckt.

Wittenberge ist eine Stadt, in der man sich jetzt öfter trifft. In der Alten Ölmühle geht man ein und aus. Es ist bemerkenswert, was hier alles entstanden ist”, lobte sie.

Die Netzwerkarbeit wird gelebt

„Hier wird Netzwerkarbeit gelebt und nicht nur darüber gesprochen”, betonte Evelyn Borde, Service-Center-Leiterin bei Adecco in Wittenberge und berichtet von der Arbeit der Wirtschaftsinitiative Westprignitz.

„Das Callcenter wurden im Jahr 1996 aus einer Idee heraus geboren”, erzählt Andreas Buchelt, der Geschäftsführer von Adecco Business Solutions Berlin, aus der Geschichte des Unternehmens.

Uwe Büttner (l.) begleitet die Staatssekretärin bei ihrem Besuch in der Prignitz. Quelle: Jens Wegner

„Wir haben versucht, Teleservice-Arbeitsplätze in Wittenberge zu etablieren. Der Grund war, dass hier nach der Wende drei große Industriebetriebe abgewickelt wurden und dementsprechend viele Menschen hier keine Arbeit mehr hatten.”

1997 ging das erste Callcenter in Betrieb

Am 2. Mai 1997 nahm die Firma Taptel das erste Callcenter in Wittenberge in Betrieb. Taptel startete mit fünf Mitarbeitern, darunter die heutige die heutige Chefin Evelyn Borde. „Im Jahr 1998 hatten wir unseren ersten großen Auftrag vom Flughafen Berlin”, berichtete Andreas Buchelt.

Berlin hatte damals drei Flughäfen – Tegel, Schönefeld und Tempelhof. Keiner konnte über den anderen Auskünfte erteilen. „Für 45000 D-Mark haben wir ein Infosystem entwickelt. Von Wittenberge aus haben wir dann die Auskünfte für alle Flughäfen erteilen können”, so Buchelt.

Der Traum vom eigenen Callcenter nahm Gestalt an

1998 besuchte die damalige brandenburgische Arbeitsministerin Regine Hildebrandt das Unternehmen in Wittenberge. „Regeine Hildebrandt kam skeptisch rein. Es war bekannt, dass sie keine Callcenter mochte. Die hatten damals kein gutes Image. Sie war dann doch ganz überzeugt von unserer Sache”, erinnerte sich Andreas Buchelt.

Der Traum vom eigenen Callcenter nahm mit dem Rohbau der Theaterarkaden in der Bäckerstraße Gestalt an. „Bis dahin waren wir Mieter bei der TGW in Wittenberge”, so Buchelt.

Beim Elbehochwasser wäre das Center fast untergegangen

Mit dem Elbehochwasser im Jahr 2002 ging das neue Callcenter fast unter. Doch das Center ist gerettet worden. „Wir haben Hilfe ohne Ende bekommen”, lobt er. Das Unternehmen ist in fünf Jahren von fünf auf 100 Mitarbeiter gewachsen und wuchs beständig weiter.

„Wir sind kein klassisches Callcenter, betonte Buchelt. Die Weiterbildung der Mitarbeiter hatte von Anfang an eine hohe Priorität. „Wir bilden selber aus, finden in Wittenberge aber leider immer weniger Personal”, bedauerte Evelyn Borde. „Aktuell sind wir 200 Mitarbeiter.”

Viele Mitarbeiter arbeiten in Teilzeit

Bei einem anschließenden Rundgang besichtigte Daniela Trochowski das Unternehmen. Evelyn Borde und Andreas Buchelt erklärten einige Details. So gebe es eine flache Hierarchie. Die meisten Mitarbeiter arbeiteten in Teilzeit mit 20 bis 30 Stunden pro Woche.

Von Jens Wegner

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