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Wittenberge Diskussion über digitales Arbeiten auf dem Land
Lokales Prignitz Wittenberge Diskussion über digitales Arbeiten auf dem Land
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08:22 01.12.2019
Ulrich Bähr (r.) von der Genossenschaft CoWorkLand in Kiel berichtete über seine Erfahrungen mit Coworking Spaces. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Rund 100 Teilnehmer kamen zum Barcamp in der Jahn-Grundschule Wittenberge, zu dem der Summer of Pioneers, das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz und die Stadt Wittenberge eingeladen hatten. Das Motto der Veranstaltung war weit gefasst: „Digital und kreativ auf dem Land – Die Elbregion zwischen Berlin und Hamburg gemeinsam entwickeln“. Aufgrund des großen Interesses war die Veranstaltung am Sonnabend schnell ausgebucht.

Die Inhalte solcher Tagungen sind zu Beginn offen. Sie werden erst von den Teilnehmern festgelegt. Die Barcamp-Methode dient vor allem dem Austausch und der Diskussion. So war es auch in Wittenberge.

Groß war das Interesse in der Gruppe zum Coworking im Allgemeinen. Quelle: Jens Wegner

Nach einer Vorstellungsrunde, die Christina Quast moderierte, konnte jeder eigene Themenvorschläge auf eine Karte schreiben. Anschießend wurde das allgemeine Interesse zu den gesammelten Themen abgefragt und abgestimmt, welche Themen auf der Agenda stehen sollten.

Diskussionen waren zu den drei Themenfeldern „Land und Wohnen”, „Land und Arbeiten” sowie „Land und Leben” geplant, die parallel stattfanden. Auf der Tafel standen schließlich Themen wie Coworking in „The-middle-of-nüscht”-Region, die Frage, was brauchen Freiberufler und Start-ups von Kommunen, wer sind Time-Out-People oder Stadtspaziergänge zum geplanten Co-Haus und zu Wohnungen in Wittenberge.

Kreative Menschen auf der Suche nach Inspiration

Die Teilnehmer waren kreative Menschen auf der Suche nach Ideen und Inspiration. Wobei viele Ideen schon vorhanden waren, die aber der Diskussion bedurften. Es waren Berliner und Hamburger dabei, einige Rückkehrer und Leute, die schon lange in der Region wohnen – unter ihnen Nico Schulz, Bürgermeister von Osterburg (Altmark) und Christian Järnecke, Bürgermeister der Samtgemeinde Gartow (Landkreis Lüchow-Dannenberg).

Nico Schulz zeigte sich beeindruckt von der Idee des Coworking Spaces in Wittenberge. „So etwas möchte ich auch bei uns haben. Wir haben viele Pendler, die jeden Tag nach Hamburg oder Berlin zur Arbeit fahren. Die sehe ich als Hauptgruppe der Coworker”, sagte er.

Genossenschaft bietet Räume an

„Zugang zur Infrastruktur und Menschen treffen; das ist es, was die Coworker suchen”, sagte Ulrich Bähr vom geschäftsführenden Vorstand der Genossenschaft CoWorkLand Kiel. „Wir bieten als Genossenschaft Räume an. Es soll ein schöner, individueller Ort sein. Wir haben 12, 13, die man vorzeigen kann. Es geht um die Gemeinschaft.”

„Man sollte eine andere Sprache wählen. Das sind Insider. Mit dem Begriff Coworking Space kann hier niemand was anfangen”, gab ein Teilnehmer zu bedenken. „Mich bringen gerade solche Begriffe her”, entgegnete eine andere Teilnehmerin. „Die Kollegen in Rheinland-Pfalz nennen es Dorf-Büro. Jede Genossenschaft kann entscheiden, wie sie ihren Laden nennt”, sagte Ulrich Bähr.

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Von Jens Wegner

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