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Wittenberge Das planen die Digitalpioniere in der Elbestadt
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15:13 16.10.2019
Christian Soult, Frederic Schröder und Christina Quast (v.l.) stellten ihre Projekte vor. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Im Coworking Space (frei übersetzt: Gemeinschaftsarbeitsplatz) im zweiten Stock des Seitenflügels der Alten Ölmühle Wittenberge arbeiten seit gut drei Monaten 20 kreative Köpfe unter einem Dach.

Die Hälfte des sechs Monate dauernden Projekts „Summer of Pioneers” ist um. Aus diesem Anlass luden Pioniere, Projektinitiatoren und Vertreter der Stadtverwaltung am Dienstag zu einem Gespräch ein, um Zwischenbilanz zu ziehen und einen Ausblick auf den weiteren Verlauf und anstehende Veranstaltungen zu werfen.

20 Kreative betreiben den Coworking Space in der Alten Ölmühle

„Ich bin auf Wittenberges Bauamtsleiter Martin Hahn zugegangen. Wir wollten in Wittenberge testen, ob und wie sowas wie der Coworking Space hier funktionieren kann”, blickte der Projektinitiator und Journalist Frederik Fischer kurz auf die Anfänge des Projekts zurück.

Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden unter rund 60 Bewerbungen 20 Kreative ausgewählt und nach Wittenberge eingeladen. Zusammen mit der CoWorkLand Genossenschaft gestalten und betreiben sie seit dem 1. Juli den dafür eingerichteten Coworking Space in der Alten Ölmühle, der auch allen Digitalarbeitern der Region kostenlos zur Verfügung steht. „Der Leerraum in Wittenberge bietet ein riesiges Potenzial. Wir wollen unfertige Läden neu gestalten, Leerstand aktivieren und auch was für die Wittenberger machen“, sagt Frederik Fischer.

Sie wollen Wittenberge als tollen Arbeitsort publik machen

Die Pioniere suchten Kontakt zu den Einheimischen. Sie präsentierten sich auf dem Wochenmarkt und beim Apfelmarkt. „Wir wollen den Ruf in die Welt tragen, dass Wittenberge ein ganz toller Ort zum arbeiten ist, für die Menschen, die ihre Arbeit mitnehmen können.

Das könnte der Startschuss für neues Kapitel der Stadtgeschichte sein”, schätzt Fischer ein. Drei der Pioniere stellten ihre Projekte, beziehungsweise bevorstehende Veranstaltungen am Dienstag vor.

Bühnenshow „vollehalle“ im Curie-Gymnasium

„Am 30. Oktober gibt es in der Aula des Wittenberger Marie-Curie-Gymnasiums in der Wiglowstraße die Bühnenshow „vollehalle”. Sie wurde bereits auf der re:publica in Berlin von rund 600 Leuten gesehen. Wir wollen die Leute unter anderem für den Klimaschutz begeistern”, berichtete Christian Soult.

Vier Personen erzählen eine Stunde lang Geschichten von Menschen, die Klimaschutz auf eine besondere Art betreiben. „Wir wollen anschließen mit Schülern und Eltern darüber diskutieren und allen Mut machen, sich für den Klimaschutz zu engagieren”, so der Pionier.

Handwerklich Begabte für Repair-Café gesucht

„Den ehemaligen Safari-Laden am Bismarckplatz wollen wir reaktivieren und dort kleinere kulturelle Veranstaltungen stattfinden lassen. Workshops sind schon geplant”, sagte Frederic Schröder, der zusammen mit Adriana Osanu an diesem Projekt arbeitet. Ein Repair-Café soll entstehen.

Dazu brauche es aber noch Leute, die reparieren können. „Zusammen mit der Oberschule Wittenberge arbeiten wir an der Gestaltung des Bismarckplatzes und mit Gymnasiasten des Wittenberger Marie-Curie-Gymnasiums an der Geschichte des Veritas-Werks. Viel Kulturelles was hier war, ist schon wieder weg”, sagte er.

Unkonferenz in der Jahnschule

Das dritte Projekt, das Barcamp, findet am 30. November statt. „Das ist eine Unkonferenz. Die Teilnehmer gestalten das Programm in der Jahnschule Wittenberge. Es gibt eine Themensammlung. Jeder kann die Veranstaltung mitgestalten und jeder soll sein Thema unterbringen können”, sagte Christina Quast.

Es sind Sessions zu den drei Themenfeldern „Land und Leben”, „Land und Wohnen” sowie „Land und Arbeiten” geplant. Im Zentrum stehe die Frage wie Wittenberge ein attraktiver Ort für Kreative werden kann und wie davon alle Menschen profitieren können, die hier leben.

Fünf freie Arbeitsplätze für regionale Nutzer

„Die Pioniere unterstützen die Stadt mit Ideen. Es gibt noch viele tolle Dinge mehr, was interessant ist für die Stadt”, lobte der Bauamtsleiter deren Arbeit. „Wir sind schon dabei zu überlegen, wie wir das Projekt um nochmals sechs Monate verlängern können. Normalerweise ist es am 31. Dezember beendet.”

„Wir wollen stärker auf regionale Nutzer setzen, die auch tageweise hier arbeiten können”, so Fischer. Fünf Plätze sind zurzeit vorhanden. Interessenten können sich beim Community Management per E-Mail, info@coworking-wittenberge.de, oder telefonisch, 03877/98 41 10, anmelden. Das Programm ist auf der Website der Pioniere wittenberge-pioneers.de nachzulesen.

Von Jens Wegner

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