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Wittenberge Wachturm: Vor dem Verkauf steht noch eine Prüfung
Lokales Prignitz Wittenberge Wachturm: Vor dem Verkauf steht noch eine Prüfung
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13:37 04.11.2019
Der Wachturm am THW bei Cumlosen soll verkauft werden - das THW und die Gemeinde wollen ihn erwerben. Quelle: Bernd Atzenroth
Cumlosen

Ein Verkauf des ehemaligen Grenzwachturms in Cumlosen ist zwar geplant. Wann er über die Bühne gehen kann, steht aber noch nicht fest. Das teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf MAZ-Nachfrage mit.

Der ehemalige Grenzwachturm in Cumlosen gehörte nach Bima-Angaben ursprünglich zum Ortsverband Wittenberge des Technischen Hilfswerks (THW). Dieser hatte 1992 die ehemalige Grenzübergangsstelle Cumlosen für seine Zwecke ersteigert. Da das THW den Wachturm aber nicht nutzt und auch kein weiterer Bundesbedarf daran besteht, plant die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) diese zu verkaufen.

Prozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen

Über das Gelände führen jedoch Ver- und Entsorgungsleitungen, deren weitere Nutzung und Bestand zurzeit geprüft werden. Dieser Prozess wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb kann die Bima zurzeit noch nicht sagen, wann die Liegenschaft verkauft werden kann.

Wie bereits gestern berichtet, haben der Bootsclub und Cumlosen und ein Mitarbeiter des THW-Ortsvereins Interesse daran, den Turm zu erwerben – das THW selbst könnte dies nach Angaben der Ortsvereinschefin Birka Eschrich aber nicht. Der Turm ist baufällig.

Seit 1992 wird er nicht mehr genutzt. Zuvor war er Bestandteil der Grenzstelle in Cumlosen. Dort begann dereinst die 93 Kilometer lange innerdeutsche Elbegrenze – in Cumlosen wurden Schiffe vor oder nach der Durchfahrt des Grenzbereichs kontrolliert.

Heute nutzt das THW die ehemalige Grenzstelle, abgesehen vom Turm. Direkt daran vorbei führt der Elberadweg.

Von Bernd Atzenroth

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