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Wittenberge Wittenberger Hotel erhält Umweltsiegel
Lokales Prignitz Wittenberge Wittenberger Hotel erhält Umweltsiegel
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02:19 15.04.2018
Jörg Vogelsänger übergab Lutz Lange (3. u. 4. v.r.) das brandenburgische Umweltsiegel für die Alte Ölmühle. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Das Hotel Alte Ölmühle und die dort befindlichen Tourismusattraktionen werden umweltgerecht bewirtschaftet. Da hat die Betreiberfirma Genesis am Donnerstag mit Brief und Siegel bestätigt bekommen.

Minister übergab selbst das Zertifikat

Der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Vogelsänger war eigens nach Wittenberge gekommen, um der Unternehmerfamilie Lange das Zertifikat zu überreichen.

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Unternehmer verpflichten sich zu nachhaltigem Wirtschaften

Damit verpflichten sich Lutz Lange und sein Sohn Jan sowie die übrigen Familienmitglieder zu einem besonders nachhaltigen Umgang mit Ressourcen aller Art. Weniger Energieeinsatz, Kreislaufwirtschaft, weniger Müll, das sind nur einige der Parameter, die für die nächsten drei Jahre einzuhalten sind.

Umweltmaßnahmen waren Förderauflage

„Es gehörte zu den Förderauflagen, dass wir vier Prozent der Summe für Maßnahmen ausgeben, die dem Erwerb des Umweltsiegels dienen“, erklärte Lutz Lange. „Manchmal ist es gut, dass man so von der Politik genötigt wird, weil man das selbst gar nicht auf dem Schirm hätte.“

Stromverbrauch ist gesunken

Der Stromverbrauch des gesamten Unternehmens Alte Ölmühle, zu dem bisher das Restaurant und Brauhaus, die Hotels in der Villa und im Speicher, der Tauch- und Kletterturm sowie die Strandbar gehören, ist trotz Erweiterungen gleich geblieben oder sogar gesunken. „Im Jahr 2015 hatten wir einen Stromverbrauch von insgesamt 170 000 Kilowattstunden im Jahr“, berichtete Lutz Lange.l „Im vergangenen Jahr waren es trotz umfangreicher Erweiterungen nur 183 000 Kilowattstunden. Das zeigt, dass unser Energiekonzept aufgegangen ist.“

Minister lobt Lange: „Er schafft Wunder“

Minister Jörg Vogelsänger lobte die unternehmerische Initiative der Familie Lange. An Lutz Lange gewandt, sagte der Politiker, „er schafft Wunder“, was dem Angesprochenen sichtlich runterging wie Öl.

Essensabfälle wandern in die Biogasanlage

Zum Umweltkonzept gehört, es, die Restmüllmenge zu reduzieren, den Wasserverbrauch dank eines ausgefeilten Kreislaufkonzepts zu verringern. Der eigene Energiebedarf der Einrichtungen wird mit Hilfe eines Blockheizkraftwerks gedeckt, und die rund 20 Tonnen Essensabfälle kommen zur Verwertung in die Biogasanlage in Wittenberge.

„Was die Prignitz braucht“

Die Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer Potsdam, Bärbel Röhnke aus Karstädt, war einst selbst mit der Entwicklung des Ölmülengeländes befasst. „Was Sie hier geschafft haben, ist genau das, was unsere Prignitz braucht“, sagte sie, an die Familie Lange gewandt. Nicht zuletzt schaffen die Millioneninvestitionen in den Standort die nötige Infrastruktur in der Region. Bürgermeister Oliver Hermann verweist darauf, dass sich ehemals industrielle und jetzt touristische Nutzung nicht ausschließen müssten.

Mitarbeiter müssen mitziehen

Der solcherart geehrte Lutz Lange gab das Lob an seine derzeit 65 Mitarbeiter weiter. „Solch ein Umweltkonzept kann man nur umsetzen, wenn alle mitziehen“, sagte er.

Von Andreas König