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Wittenberge Wittenberger Schüler organisieren die erste Fridays-for-Future Bewegung in der Prignitz
Lokales Prignitz Wittenberge Wittenberger Schüler organisieren die erste Fridays-for-Future Bewegung in der Prignitz
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11:31 29.11.2019
Wie auch die Neuruppiner wollen die Wittenberger für das Klima auf die Straße gehen. Quelle: Andreas Vogel
Wittenberge

Naturkatastrophen und Klimawandel: Seit den Fridays-for-Future-Demonstrationen sind Themen wie diese in aller Munde. Junge Menschen wollen mehr Gehör bekommen und gehen daher mit ihrer Botschaft auf die Straße – nun auch in Wittenberge. Die Schülerinnen und Schüler der in Ibis-Trägerschaft befindlichen Montessori-Schule organisieren eine solche Aktion. Am Freitag, 29. November, soll der Plan in die Tat umgesetzt werden. Es wird die erste Bewegung dieser Art in der Prignitz sein.

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Erasmusprojekt legte den Grundstein

Peter Awe ist Schulleiter und greift seinen Schützlingen unter die Arme. Seine Schule nimmt aktuell an einem Erasmusprojekt teil, das insgesamt zwei Jahre dauert. „Die Schulen besuchen sich gegenseitig“, erklärte Awe. Kürzlich erst waren die Prignitzer auf Kreta. Fünf Länder beteiligen sich an der Aktion und als Ergebnis soll eine Oper präsentiert werden. In dieser wird – so die grobe Rahmenhandlung – der Teich der Kaulquappen gerettet. Im Zuge der Erarbeitung der Inszenierung wurden die Jungen und Mädchen bezüglich des Themas Klimawandel sensibilisiert.

„Unsere Schüler brachten die Fridays-for-Future-Demos ins Spiel“, so der Schulleiter. Die Idee gefiel ihm. Da er in seiner Position nicht als Initiator auftreten wollte, überließ er den Kindern die Organisation. Um ein Gefühl für die geplante Sache zu erhalten, besuchten einige Vertreter der Bildungsanstalt die Demonstration im September in Neuruppin. „Es war ein großes Erlebnis für alle und sehr beeindruckend“, so Peter Awe.

In Neuruppin sammelten einige Schüler schon erste Erfahrungen – und waren beeindruckt. Quelle: privat

Erste Demonstration in Wittenberge geplant

Der Entschluss wurde gefasst: Die Wittenberger wollen eine eigene Fridays-for-Future Bewegung in ihrer Stadt auf die Beine stellen. Nachdem das Konzept fertiggestellt wurde, machten die Schüler in Eigeninitiative Werbung. Anfangs jedoch mit mäßigem Erfolg. Nun hat sich das Blatt gewendet: „Wir haben viele Zusagen bekommen“, erklärte Awe.

Das Gymnasium möchte ebenfalls mit auf die Straße gehen. „Das freut mich natürlich sehr, denn so sind auch ältere Schüler dabei“, fügte er hinzu. Start ist um 11 Uhr am Hornig 9c in Wittenberge. Angesetzt ist der Marsch durch die Innenstadt bis 13 Uhr. Alle Mitstreiter sind aufgefordert, eigene und passende Plakate mitzubringen. „Die Grünen haben uns auch zugesagt“, sagte der Schulleiter.

Weitere Aktionen sind nicht ausgeschlossen

Geplant ist vorerst, dass Kinder und Jugendliche der Jahrgänge vier bis zehn bei der Aktion auf die Straße gehen. Natürlich sind auch Eltern und jeder Interessent herzlich eingeladen – egal in welchem Alter. Ob es eine einmalige Veranstaltung wird, lässt Awe derweil noch im Raum stehen. „Wir werden sehen, wie sich die Thematik entwickelt“, sagte er.

Natürlich würde er sich sehr freuen, wenn engagierte Schüler zukünftig das Zepter in die Hand nehmen. „Das Prinzip unserer Schule besteht darin, die Kinder anzuleiten.“ Aus diesem Grund wird Peter Awe auch nicht die Organisation leiten – sondern schiebt nur an. Jedoch schließt er nicht aus, dass weitere Demonstrationen folgen. „Es liegt dann bei den Schülern.“

Von Julia Redepenning

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