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Prignitz Woidke: Ohne Ehrenamt keine Zukunft
Lokales Prignitz Woidke: Ohne Ehrenamt keine Zukunft
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02:15 08.11.2015
Gesprächsrunde mit Dietmar Woidke (r.).
Gesprächsrunde mit Dietmar Woidke (r.). Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Auf seiner Zukunftstour durch die Prignitz am Mittwoch legte Dietmar Woidke auch einen Stopp in der Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg ein. Eineinhalb Stunden unterhielt sich der Ministerpräsident mit Menschen, die in der Prignitz ehrenamtlich tätig sind. Diese Begegnungen seien ihm wichtig, weil er das Ehrenamt stärken möchte, „denn ohne Ehrenamtler hat Brandenburg keine Zukunft“, stimmte Dietmar Woidke auf die Gesprächsrunde ein. „Vieles kann der Staat nicht leisten, etwa Menschen in den Arm zu nehmen.“ Dies bezog der Ministerpräsident auch auf den Zustrom von Flüchtlingen nach Brandenburg. „Um Menschen aufnehmen zu können, bedarf es sozialer Strukturen.“

Von solchen Strukturen, die Ehrenamtliche im Landkreis am Leben erhalten, war in der Runde dann die Rede. Andrea Reimitz aus Meyenburg berichtete von einer besonderen Aktion. Im Sommer gründeten acht Leute die „Willkommensinitiative Meyenburg“. Sie betreuen 25 Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan und Syrien. Andrea Reimitz berichtete von einem guten Miteinander. „Fast alle sprechen fließend Englisch.“ Auch die Ehrenamtlichen fallen schon mitunter ins Englische, wenn sie miteinander reden. Die Flüchtlinge werden begleitet bei Behördengängen oder auch bei anderen Wegen. Doch entscheidend sei der Deutsch-Unterricht. „Wir wollen, dass sie auch in unserer Kultur ankommen.“ Dazu seien Sprachkenntnisse unerlässlich. Die Ehrenamtlichen gaben ihren Schützlingen bislang an 38 Tagen Deutsch-Unterricht. Vom Land wünschte sie sich hier etwas mehr Unterstützung, um Unterrichtsmaterialien kaufen zu können. Toll findet sie, dass die Flüchtlinge in der Prignitz in Wohnungen untergebracht werden und nicht in Heimen. Das fördere die Integration.

Der Ministerpräsident bekam noch viele andere Berichte zu hören über ehrenamtliche Arbeit wie im Mehrgenerationenhaus, in Feuerwehren oder in Sportvereinen. Ihm seien die Gespräche wichtig, sagte Dietmar Woidke, auch um zu sehen, wo ehrenamtliche Arbeit unterstützt werden kann. Dies müsse aber immer mit Geld verbunden sein.

Von Michael Beeskow

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