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Prignitz Wunderblutkirche Bad Wilsnack: Frisches Geld für die Kapellenfenster und Arbeiten im Inspektorenhaus
Lokales Prignitz Wunderblutkirche Bad Wilsnack: Frisches Geld für die Kapellenfenster und Arbeiten im Inspektorenhaus
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18:43 05.02.2020
Bei der Übergabe des Förderbescheids in der Wunderblutkirche dabei (v.l.n.r.): Torsten Jacob, Regina Hartkopf, André Wormstädt, Anna Trapp, Hans-Dieter Spielmann und Jochen Purps. Quelle: Bernd Atzenroth
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Bad Wilsnack

Für die Prignitz ist dies eine ganz besondere Baustelle: Denn schließlich ist die Wunderblutkirche ja zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung erhoben worden, was die umfangreichen Arbeiten in dieser Form dank einer Millionenzuwendung vom Bund erst ermöglichte.

Die große Wertschätzung für dieses Vorhaben wurde am Mittwoch noch einmal verdeutlicht: Die Sparkasse Prignitz und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung wollen die künstlerische Neugestaltung der sieben Fenster von der Wunderblutkapelle und Sakristei der Wunderblutkirche finanziell unterstützen.

Wormstädt: „Aufmerksamkeit für diesen besonderen Ort wird sich erhöhen“

Zum symbolischen Startschuss, der Übergabe des Förderbescheides, trafen sich in Bad Wilsnack André Wormstädt, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Prignitz, Pfarrerin Anna Trapp und Dombaumeisterin Regine Hartkopf, die das gesamte Bauprojekt in Bad Wilsnack von Anfang an begleitet. Ebenfalls dabei: Bad Wilsnack-Weisens Amtsdirektor Torsten Jacob, der Bad Wilsnacker Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann sowie Jochen Purps vom Gemeindekirchenrat.

Das Kapellenfenster, von außen ist die ursprüngliche Form zu erkennen. Quelle: Bernd Atzenroth

„Mit der künstlerischen Gestaltung der Fenster in der Wunderblutkapelle und Sakristei wird sich die Aufmerksamkeit für diesen besonderen Ort erhöhen. Ich wünsche allen Beteiligten bei der Umsetzung ein gutes Gelingen“, so Wormstädt im Rahmen der Übergabe.

Trapp: „Die Möglichkeit, etwas Neues zu gestalten“

Regine Hartkopf und Anna Trapp zeigen sich überzeugt, dass mit der Umsetzung des künstlerischen Projektes etwas Besonderes geschaffen wird. Anna Trapp umriss dies so: Geht es ansonsten bei der Restaurierung der Kirche vor allem ums Bewahren, so besteht bei den Fenstern die Möglichkeit, etwas Neues zu gestalten.

Eine Jury, getragen von der Kirchengemeinde, landeskirchlichen Vertretern, Architekten und Kunstsachverständigen, soll unter Beteiligung der Öffentlichkeit einen geeigneten Künstler für die Gestaltung der Fenster finden, dessen Konzept umgesetzt werden soll. Dank der Förderung wird der Künstlerwettbewerb in diesem Jahr realisiert werden – bei der künstlerischen Umsetzung des ausgewählten Konzepts möchte sich Hartkopf darauf noch nicht festlegen.

Im Inspektorenhaus zieht Ende des Jahres die Diakonie ein

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten im Gesamtkomplex findet in diesem Jahr im Inspektorenhaus statt – es ist wie die Wunderblutkirche und die angrenzende Schlossplatte vom Nutzungskonzept umfasst, das für das ganze Gebiet entwickelt wurde.

Im Inspektorenhaus soll Ende 2020 die Diankonie einziehen. Sie will dort eine Tagespflegeeinrichtung betreiben. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Bauherren hatten das Inspektorenhaus 2017 erworben, nachdem der dort untergebrachte Hort in die Elbtalgrundschule umgezogen war. Der Umbau kostet 850 000 Euro – dafür sei ein großer Förderantrag ins Rollen gekommen, erzählt der Gemeindekirchenratsvorsitzende Christian Richter, der sich für die Kirchengemeinde Bad Wilsnack gemeinsam mit Frank Weber und Jochen Purps um das Großprojekt kümmert.

Im Innern des Inspektorenhauses ist noch viel zu tun - dabei wurden schon 35 Containerladungen mit Schutt herausgebracht. Quelle: Bernd Atzenroth

Erstmal wurde das Haus im Innern entkernt. 35 Containerladungen wurden aus dem Haus herausgeschafft. 2020 steht hier ein Hauptteil der derzeit laufenden Arbeiten an, denn Ende des Jahres soll hier die Diakonie einziehen. Sie plant im ersten Obergeschoss eine Tagespflegestation zur ambulanten Betreuung. „Der Bedarf dafür ist riesig“, sagt Christian Richter. Eine Pflegedienstleiterin hat die Diakonie dafür schon gefunden.

In frei werdenden Räumen möchte sich ein Pilgercafé etablieren

Für die Arbeiten wurden wieder lokale Unternehmen gewonnen. Darüber hinaus gab es für die Kirchengemeinde ein Gruppenerlebnis. „Wir mussten Bäume herunternehmen. Das wurde zu einer großen Aktion mit der jungen Gemeinde und Freunden“, erzählt Richter.

Versorgungsleitungen werden erneuert und der Einbau eines Fahrstuhls ist fertig geplant – auch dies macht ein örtliches Unternehmen.

Im Gemeindehaus von Bad Wilsnack wird, wo jetzt noch die Diakonie beheimatet ist, in absehbarer Zeit ein Pilgercafé einziehen. Quelle: Bernd Atzenroth

Bislang ist die Diakonie im Gemeindehaus direkt neben der Kirche untergebracht. „Die Räume vorne werden leergezogen“, erklärt Christian Richter – „zwei Frauen wollen dort mit einem Pilgercafé einziehen und 2021 durchstarten.“ Auch dafür gibt es im Ortszentrum großen Bedarf. Wer etwa mit einer Reisegruppe kommt, um die Wilsnacker Kirche zu besichtigen, wird in der Regel kaum auch nur 100 Meter in die Stadt laufen, um hinterher einen Kaffee zu trinken. Bald befindet sich das Café also direkt gegenüber dem Haupteingang zur Kirche.

Querhäuser der Kirche werden eingedeckt

Bei der Dacheindeckung der Wunderblutkirche ist man wieder auf das erste Dachdeckerunternehmen zurückgekommen. „Sie bereiten gerade die Eindeckung der Querhäuser vor und machen gerade viel Statik“, erläutert Richter.

Von Bernd Atzenroth

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