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Prignitz Zwei verletzte Frauen bei Hausbrand in Stepenitz
Lokales Prignitz Zwei verletzte Frauen bei Hausbrand in Stepenitz
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00:23 29.10.2018
Feuerwehr löscht Haus, es brennt völlig aus. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Stepenitz

In wohl letzter Sekunde retteten sich zwei ältere Damen am Freitagmorgen in Stepenitz (Gemeinde Marienfließ) ins Freie. In ihrem Haus älteren Baujahrs brannte es. Dicker Rauch zog sich durch alle Räume. Geistesgegenwärtig eilte ein junger männlicher Dorfbewohner zu Hilfe.

Junger Dorfbewohner eilte zur Hilfe

Er ist selbst in der Feuerwehr, war auf dem Weg zur Arbeit, als er den Brand bemerkte, wie er selbst berichtet. „Beide Frauen waren bereits im Eingangsbereich, ich half ihnen nach draußen“, berichtet der junge Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Bei einem Hausbrand in Stepenitz (Gemeinde Marienfließ) sind am Freitagmorgen zwei ältere Damen verletzt worden, eine der beiden schwer. Das Haus ist im inneren völlig zerstört – Großeinsatz der Feuerwehren.

Er brachte die beiden Hausbewohner auf die gegenüberliegende Straßenseite, setzte sie auf eine dortige Bank und wählte den Notruf. Schnell kam Hilfe herbei. Gegen 8.40 Uhr rückten etliche Feuerwehr aus. 38 Feuerwehrleute kamen zur Einsatzstelle.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Die beiden 79 und 75 Jahre alten Frauen kamen verletzt ins Krankenhaus. Die jüngere der beiden verletzte sich schwer, aber nicht lebensbedrohlich, wie Stefan Rannefeld von der Polizeidirektion Nord auf Nachfrage bestätigt. Ein Rettungshubschrauber flog sie in eine Klinik nach Berlin.

Meterhohe Flammen und dichter Rauch drangen aus dem Dach. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Die Feuerwehren aus Meyenburg, Pritzwalk, Stepenitz, Grabow, Gerdshagen, Preddöhl, Krempendorf, Porep, Silmersdorf und Jännersdorf taten alles, um die Flammen zu löschen. Vom Haus allerdings war nicht mehr viel zu retten. Es brannte vollständig aus und bleibt wohl unbewohnbar.

Wache hält Brandort im Auge

„Im Einsatz waren zwei Amtsbereiche und die Stadt Pritzwalk. Die Zusammenarbeit zwischen allen Einsatzleuten hat wieder einwandfrei funktioniert“, lobt Christian Reisinger Amtswehrführer aus Putlitz-Berge. Über viele Stunden waren die Feuerwehren im Einsatz.

38 Feuerwehrleute aus zehn Wehren mehrere Amtsbereiche und Städten eilten am Freitagmorgen zum Brandort. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Auch danach wird eine Brandwache gestellt, die den Brandort im Auge behält, informiert Einsatzleiter Gerhard Reiche. Er war mit einer der ersten Einsatzleute vor Ort. „Zunächst hatten wir einen Entstehungsbrand, der sich schnell zu einem Vollbrand entwickelte“, beschreibt er die Situation.

Nachbargebäude in Gefahr

Es war nicht möglich, ins Haus zu gelangen und von innen zu löschen. Zu groß war die Einsturzgefahr und das Risiko für die Einsatzleute. So kam die Drehleiter aus Pritzwalk zum Einsatz sowie mehrere Strahlrohre, mit denen die Männer und Frauen dem Brand von außen eindämmten.

Von außen löschten die Einsatzkräfte den Brand, ein Innenangriff war aufgrund der Einsturzgefahr nicht möglich. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Dabei galt es auch die Gebäude ringsherum zu schützen, sie standen relativ nah dran und wurden von den Flammen bedroht. „Wir bauten eine Riegelstellung auf und kühlten mit Wasser“, so Reiche. Schnell stand eine stabile Wasserversorgung.

Haus ist völlig zerstört

Bald lagen durch das ganze Dorf etliche Schlauchleitungen. Alle zugänglichen Hydranten haben die Feuerwehren genutzt. Schließlich sei das Wasser in solchen Fällen das wichtigste Gut. Über die Drehleiter konnten die Feuerwehrleute schließlich auch die letzten Glutnester bekämpfen. Dazu mussten sie zuvor einen großen Teil der Dachziegel entfernen.

Der Rettungshubschrauber kam zum Einsatz und brachte die schwer verletzte 79 Jahre alte Bewohner in ein Berliner Klinikum. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Das Feuer hat das komplette Einfamilienhaus zerstört. Es brannte bis auf die Grundmauern aus. Der Schaden liegt bei 100.000 Euro. Nun ermittelt die Polizei zu der Ursache, die am Freitag noch völlig unklar war. Wann die Kripo den Brandort betreten kann, war noch nicht eindeutig geklärt.

Brand in Schönhagen bei Pritzwalk

Bereits am Dienstag brannte ein Einfamilienhaus in Schönhagen (Stadt Pritzwalk) vollständig aus. Auch dort war ein Großaufgebot an Einsatzleuten vor Ort. Der Kamin soll dort die Ursache gewesen sein. Verletzt wurde bei dem Feuer am Dienstag niemand.

Von Marcus J. Pfeiffer

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