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Spree-Neiße Nach Missbrauchsvorwürfen: Kinderheim in Jänschwalde bekommt Auflagen
Lokales Spree-Neiße Nach Missbrauchsvorwürfen: Kinderheim in Jänschwalde bekommt Auflagen
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16:09 02.10.2019
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg prüft Vorwürfe, nach denen Kinder und Jugendliche diesem Heim schikaniert worden sein sollen. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild
Jänschwalde

Nach Misshandlungsvorwürfen gegen das Kinderheim „Neustart“ in Jänschwalde (Spree-Neiße) hat die Heimaufsicht der Einrichtung Auflagen erteilt. Bis zur abschließenden Prüfung aller Vorwürfe gelte ein sofortiger Aufnahmestopp für die Einrichtung, zudem werde bis zur Klärung einem einzelnen Erzieher der weitere Umgang mit den Kindern und Jugendlichen untersagt, hieß es vom Jugendministerium am Mittwoch in einer Mitteilung.

Es gehe um die Sicherung des Kindeswohls und darum, eine mögliche Gefährdungslage abzuwenden. Mehrere ehemalige Bewohner des Heims hatten der Zeitung „taz“ von Isolation, abgeklebten Fenstern, Frageritualen und gewaltsamen Fixierungen berichtet.

Kinder dürfen nicht mehr isoliert werden

In der Anweisung des Ministeriums hieß es auch, bislang praktizierte Verfahren wie das Anklopfen für den Gang zur Toilette sowie die Kontakteinschränkungen und Isolation von Kindern und Jugendlichen seien sofort zu unterlassen. Die Auflagen wurden den Angaben zufolge am Dienstag dem Arbeiter-Samariter-Bund als Träger der Einrichtung mitgeteilt.

In dem intensivpädagogischen Projekt „Neustart“ werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren betreut. Nach Angaben des Ministeriums werden dort Kinder und Jugendliche aufgenommen, die besonders schwierige und herausfordernde Verhaltensweisen zeigten.

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