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Teltow-Fläming 19 Millionen Euro Schulden
Lokales Teltow-Fläming 19 Millionen Euro Schulden
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18:30 24.04.2013
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LUCKENWALDE

. Zu dieser Erkenntnis ist die Arbeitsgruppe der Kreisverwaltung gekommen, die sich mit der Neuausrichtung der kommunalen Firma befasst. Sie hat dem Kreistag am Montagabend und dem Wirtschaftsausschuss gestern Abend ein entsprechendes Informationspapier vorgelegt.

Demnach muss die SWFG weiterhin rund 19 Millionen Euro an Krediten bedienen. Diese abzulösen, sei derzeit schwierig, da die verbliebenen Immobilien sich nicht gut verkaufen lassen. Dazu zählen beispielsweise Gewerbeflächen im Umfeld des künftigen Flughafens BER. Dessen Fertigstellungsprobleme halten derzeit auch potenzielle Investoren fern. Allein für den Biotechnologiepark in Luckenwalde steht die SWFG mit 3,6 Millionen Euro in der Kreide. Trotz des guten Vermietungsstandes fährt der Hightech-Standort jährlich ein Defizit in Höhe von 700 000 Euro ein.

Die Arbeitsgruppe stellt außerdem fest, dass die Gesellschaft zu viele Mitarbeiter hat. Elf Beschäftigte sind für die Immobilienbetreuung und -vermarktung zuständig und sie seien „relativ hoch bezahlt“. Sieben Mitarbeiter sind inzwischen ins ausgebaute Wirtschaftsförderungsamt gewechselt.

Wie mit der Rest-SWFG umgegangen werden soll, dafür liegen vier Varianten vor. In zwei Versionen wird die Firma in die Kreisverwaltung als sogenannter Eigenbetrieb integriert. Dafür müsste der Kreis das Vermögen und die Schulden seiner Gesellschaft erwerben, aber der Kreishaushalt wäre damit nicht direkt belastet. Es fallen Nebenkosten für den Erwerb an, aber Personalkosten würden verringert. Der Kreis hätte eine unmittelbare Kontrolle, jedoch könnte das kommunale Haushaltsrecht für Hürden bei der Immobilienverwertung sorgen.

Zwei andere Varianten gehen weiterhin von einer GmbH aus. Einmal könnte die SWFG als Immobilieneigentümerin fungieren, während die Kreisverwaltung die Bewirtschaftung übernimmt. Im zweiten Fall bleibt quasi alles beim Alten, nur dass die SWFG in den Biotechnologiepark einzieht und mit ihm einen gemeinsamen Geschäftsführer bekommt. Ein Aspekt: Falls die Gesellschaft nicht wirtschaftlich stabilisiert werden kann, wäre eine Insolvenz möglich.

Die amtierende Landrätin Kirsten Gurske (Linke) sprach sich für den Weg in einen Eigenbetrieb aus. Das Innenministerium muss zustimmen. Die Umsetzung wäre wegen des Gründungsaufwandes erst nächstes Jahr möglich. (Von Alexander Engels)

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