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Teltow-Fläming Diamantenes Klassentreffen der Oberschule
Lokales Teltow-Fläming Diamantenes Klassentreffen der Oberschule
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09:52 15.10.2018
49 Teilnehmer waren bei dem besonderen Klassentreffen der Oberschule Rangsdorf dabei. Quelle: Andrea von Fournier
Ludwigsfelde

Manche Menschen halten sich strikt davon fern, andere fiebern diesen Terminen entgegen: Klassentreffen. Ein solches stand am Samstag für die früheren Schüler an, die an der Oberschule Rangsdorf an den Standorten Großmachnower Straße und Rotes Haus Fichtestraße eingeschult wurden. Die drei Klassen begannen ihren Schulalltag im September 1958, entsprechend feierlich zelebrierten sie auch die „diamantene“, die 60-jährige, Wiederkehr dieses Ereignisses.

Einen Schulrundgang zu Beginn des Treffens unternahm Christian Stutzky, der Hausmeister der Oberschule. Und da gab es einiges zu gucken, schließlich hat sich das Gebäude in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert. „Unter unseren Schäden hat er bestimmt heute noch zu leiden“, rief ein vorwitziger Teilnehmer aus der Gruppe dem Hausmeister zu – unter zustimmendem Lachen der anderen.

Klassenfotos, Zuckertüte und Kaffeetafel

Auf den Fluren unterhielt man sich angeregt, wie welcher Klassenraum früher aussah und wer dort unterrichtete. Erinnerungen an Klassenarbeiten und so manchen Schelmenstreiche wurden wach. Für Klassenfotos, Zuckertüte und Kaffeetafel war im Vorfeld „generalstabsmäßig“ gesorgt worden, wie einer der Teilnehmer verriet. Eine siebenköpfige Vorbereitungsgruppe aus in Rangsdorf beheimateten Ehemaligen kümmerte sich um die Organisation.

„Wir haben vor zehn Jahren zu unserem goldenen Jubiläum erstmals geübt“, erklärte Monika Becker, geborene Römer, zufrieden. Vom damaligen Treffen zeugt ein großformatiges Fotobuch, dass sie akribisch mit Bildern und Informationen bestückt und nun, zehn Jahre später, zum Anschauen für alle mitgebracht hatte.

Von der Zentralschule zur Oberschule Rangsdorf

Tatsächlich war sie in den Tagen zuvor in richtiger Vorfreude auf die alten Mitschüler und im Bangen, ob auch alles wie geplant und ohne Bannen klappen sollte. Monika Becker wurde in der „Oberschule II“ in der Großmachnower Straße, die zuvor „Zentralschule“ hieß, mit 29 Jungen und Mädchen eingeschult. „Ich habe eine Kopie des Klassenbuchs aus der 2.Klasse“, erklärt sie, weshalb es nicht so schwer war, sich an die alten Kameraden zu erinnern.

Ihre Klasse verlor durch die Schließung der innerdeutschen Grenze die Klassenleiterin Gerda Burmeister. „Wir wussten damals nicht, weshalb das Lehrerpult leer blieb“, so Becker. Peter Gendollar übernahm das Ruder bis zur dritten Klasse, anschließend Annemarie Firmont. Monika Becker bekommt bei diesem Namen einen traurigen Ausdruck. Die beliebte Lehrerin hatte sich so auf das diamantene Klassentreffen gefreut, doch vor zwei Monaten verstarb sie.

Mitschüler lebt heute in Amerika

Andere Lehrer, wie Irmgard Schmidt, Peter Gleich und Gerda Lenski hatten ihre Teilnahme zugesagt. Die Kinder von damals, die die Grenzschließung und den Fall der Mauer miterlebt haben, kamen jetzt aus dem ganzen Land herbei, einer sogar aus Amerika. Doch viele sind bodenständig und leben bis heute in Rangsdorf und Umgebung.

„Wir freuen uns, dass von den 71 Angeschriebenen 49 Zusagen kamen“, so Mitorganisator Klaus-Dieter Gohl, der sich wie Matthias Förster für das Fotografieren zuständig fühlte. Es kamen mehr Schüler als erwartet und als vor zehn Jahren dabei waren. Das zeigt wohl, dass es einen starken Zusammenhalt unter den Heranwachsenden gab. Der Spaziergang zum See gab vor dem Essen Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Von Andrea von Fournier

Oberstleutnant Andreas Springer ist neuer Kommandeur des Einsatzführungsbereich 3 am Bundeswehrstandort in Holzdorf. Er kennt den Standort bereits aus den Jahren 2004 bis 2009.

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