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Teltow-Fläming Abwechslung und Stille
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18:31 27.02.2013

MAZ: Werden auch nach dem Deutschen Wandertag neue Wanderwege ausgewiesen?

Detlef Gärtner: Wir haben geprüft, ob von den bisher 37 ausgewiesenen Wanderwegen im Landkreis einige nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes zur Zertifikation geeignet sind. Keiner erfüllt alle Kriterien. Besonders wichtig ist, dass sie mindestens 20 Kilometer lang und weitgehend unbefestigt sind. Im Ergebnis sollen aus dem vorhandenen Bestand heraus zwei neue Wege entwickelt werden, die den Zertifikationsanforderungen genügen, sofern der Haushalt genehmigt wird. Es sind unter anderem Abschnitte des Boden-Geo-Pfads in Sperenberg und das Wegenetz Pechüle-Frankenfelde.

Was bringt so ein Zertifikat?

Gärtner: Damit lässt sich besser werben. Es wird regelmäßig überprüft. Wanderer können sich so auf gewisse Standards verlassen.

Sind neue Wege im Kreis hinzugekommen?

Ralf Neumann: Nein. Es befinden sich jedoch noch vier Wege im Genehmigungsverfahren. Deren Markierung erfolgte vorab zum Deutschen Wandertag. Es sind der Panoramaweg in Zossen, der Van-der-Falk-Weg in Dahlewitz, der Glas- und Wasserradwanderweg Glashütte und der Spitzbubenweg in Jüterbog.

Plant der Kreis neue Wege?

Neumann: Wir werden weniger selbst initiieren, weil es eigentlich freiwillige Aufgaben sind. Wir wollen aber auch keine Wege zurückstufen.

Gärtner: Ist die Genehmigung erteilt, ist der Kreis in der Pflicht. Wir müssen an die Kosten denken. Geplant ist der Weg der Erinnerung seitens der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

Muss dem Kreis angezeigt werden, wenn irgendwo ein Wanderweg markiert wird?

Neumann: Ja. Die Markierungsbefugnis wird von uns erteilt. Die Fachämter prüfen intern unter anderem Naturschutzbelange, extern prüft bei Betroffenheit von Wald die untere Forstbehörde.

Wie viele Wanderwege gibt es überhaupt im Kreis

Gärtner: Es sind 552 Kilometer (km) genehmigte Wanderwege, der Fläming-Walk für Nordic Walking mit rund 450 km, die Fläming-Skate mit 220 km sowie andere touristische Radwege auf 587 km plus 382 km Radwege an klassifizierten Straßen. Die Summe Wanderwege beträgt somit circa 1000 km, die Summe Radwege 1189 km.

Es fällt auf, dass der Norden des Kreises mehr Wanderwege hat. Warum?

Gärtner: Die genehmigten Wanderwege, inklusive Fläming-Walk, befinden sich sämtlich nördlich der Linie Baruth-Jüterbog, Luckenwalde. Informieren kann sich jeder in unserem Geoportal unter www.geoportal.teltow-flaeming.de. Herr Lutz Cronenberg war lange Kreiswegewart. Er hat sich sehr im Norden engagiert.

Neumann: Ein aktenkundiger Altbestand an Wanderwegen südlich der genannten Linie ist uns nicht bekannt. Dies schließt nicht aus, dass Altmarkierungen vorhanden sind, zum Beispiel bei Schlenzer in den Höllenbergen.

Welche Unterschiede bestehen zwischen den genehmigten und den zertifizierten Wegen?

Gärtner: Bei Wanderwegen nach Paragraf 51 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes sind das Einverständnis der Eigentümer, das Vorliegen eines Pflegevertrags zur langfristigen Betreuung des Weges sowie die Beschreibung des Wegeverlaufs entscheidend. Unsere Genehmigung gilt unbefristet. Ein Zertifikat hingegen ist befristet. In Deutschland gibt es zwei Prädikate für Wanderwege, beide sind drei Jahre gültig. Es sind das „Deutsche Wandersiegel“ des Deutschen Wanderinstituts e. V., das nach 34 Kriterien pro Kilometer beurteilt, und der „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband, der 23 Wahl- und neun Kernkriterien pro vier Kilometer bewertet. Die Kernkriterien müssen erfüllt sein, die Wahlkriterien werden nach einem Punktesystem beurteilt. Elf Punkte pro vier Kilometer sind notwendig.

Neumann: Die Kernkriterien fordern beispielsweise, dass mindestens 35 Prozent der Strecke naturbelassene Wege sein müssen, maximal fünf Prozent und höchstens 1500 Meter am Stück dürfen schlecht begehbar sein. Höchstens drei Prozent und 300 Meter am Stück dürfen Wege über befahrene Straßen führen, höchstens zehn Prozent und 3000 Meter am Stück neben solchen Straßen. Aber hundert Prozent der Strecke müssen nutzerfreundlich markiert sein. Die Wahlkriterien sind in Wegeformat, Leitsystem, Natur und Landschaft, Naturdenkmale, Kultur sowie Zivilisation gegliedert. Heide, Moor, See und Stille gehören unter anderem zum Bereich Natur, Burgen, Klöster und andere Baudenkmale zur Kultur.

Genehmigt wurde beispielsweise das Fläming-Walk-Netz. Wird darauf geachtet, dass die Wege und die Beschilderung erhalten bleiben? Wenn ja, von wem und in welchem Zeitabstand?

Neumann: Die Unterhaltung, also Markierung, Möblierung, Müllbeseitigung et cetera, wird im Pflegevertrag zum jeweiligen Wanderweg geregelt. Meist wird die Vereinbarung zwischen einem Verein und der Kommune getroffen. Eine Selbstverpflichtungserklärung ist im Einzelfall möglich, zum Beispiel mit der Stiftung Naturlandschaften. Die Kontrolle soll einmal jährlich erfolgen. Bei alten Markierungsbefugnissen, so beim Fontaneweg (F4) im Bereich Schiaß, Trebbin, Zossen, fehlt jedoch zum Teil ein Pflegevertrag. Aktuell werden anhand der Akten alle genehmigten Wanderwege erfasst. Eine Beratung ist im Frühjahr 2013 hinsichtlich der Absicherung der Pflege geplant.

Im Genshagener Busch führt ein Weg direkt über ein Feld. Ist das mit den Landwirten so vereinbart?

Gärtner: Es handelt sich hier vermutlich um einen Weg, der noch in der DDR, 1988, erstmalig markiert wurde. Die Eigentümer wurden im Regelfall im Amtsblatt über die Markierungsabsicht informiert. Im Genshagener Busch gibt es zum Beispiel auch Altmarkierungen der Wanderwege „Naturlehrpfad Genshagener Busch“ und „Verbindungsweg zum Genshagener Busch“, bei denen keine Markierungserlaubnis vorliegt.

Wird es gefördert, wenn beispielsweise ein Dorfverein einen Weg beschildert?

Gärtner: Die Kosten sind normalerweise vom Verein oder der Kommune zu tragen. Bisher hat der Kreis keine Markierung direkt gefördert. Uns lagen kaum Fördermittelanträge zur Stellungnahme vor. Gegebenenfalls müssten die Antragsteller sich mit der LAG „Rund um die Flaeming-Skate“ in Verbindung setzen, um Fördermöglichkeiten zu erfragen. Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal wurde für das Fläming-Walk-Netz von der Investitionsbank des Landes gefördert. Die Stiftung Naturlandschaften finanzierte das Wegenetz Pechüle-Frankenfelde unter anderem über das Förderprogramm Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für Landwirtschaft, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und eine Spende.

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