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Teltow-Fläming Abgestellt, ausgeschlachtet und abgefackelt
Lokales Teltow-Fläming Abgestellt, ausgeschlachtet und abgefackelt
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00:19 05.02.2018
Für Zündstoff sorgt dieser völlig ausgebrannte Opel bei vielen Autofahrern, die täglich an dem Wrack vorbei fahren. Quelle: Frank Pechhold
Ludwigsfelde

Abgestellt, ausgeschlachtet, abgefackelt wurde ein Opel. Tausende Autofahrer beobachteten diesen Vorgang. Schließlich steht das Auto direkt an der viel befahrenen Verbindungsstraße von Ludwigsfelde nach Wietstock nahe der B 101.

Am 24. Januar mussten Kameraden der Feuerwehren Wietstock und Ludwigsfelde ausrücken, um das brennende Auto löschen. „Wie lange stand der da jetzt? Warum wird sowas nicht abgeschleppt?“, fragt Jan Wickert auf der Facebook-Seite der Ludwigsfelder Feuerwehr. „Dit frag ick mich och“, kommentiert Andreas Rauer.

Augenzeuge Uwe Hoffmann: „Das ist eine Sauerei!“

Auch Augenzeuge Uwe Hoffmann ärgert sich. „Das ist eine Sauerei!“, so der Rehagener. Er fährt täglich auf dem Weg zur Arbeit an dem einst grünen Opel vorbei. „Am 19. Dezember habe ich früh um vier die Polizei informiert, dass seit einigen Tagen ein Auto am Waldrand steht“. Irgendwann vor Weihnachten sei ein roter Aufkleber dran gewesen. Nacheinander seien die polnischen Kennzeichen gestohlen, ein Spiegel abgebrochen, alle Scheiben eingeschlagen worden. Schließlich stand das Auto ohne Räder auf Ziegelsteinen aufgebockt da. Kurz danach wurde es abgefackelt.

Die Kosten des Feuerwehreinsatzes in Höhe von 680 Euro trage der Fahrzeug-Eigentümer, so Liza Ruschin, persönliche Referentin des Ludwigsfelder Bürgermeisters. Das Geld könne erst eingefordert werden, wenn die Polizei diesen ermittelt. Andernfalls trage der Steuerzahler die Kosten. „Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung eingeleitet, in dessen Abarbeitung der Halter ermittelt wird“, so Polizeisprecherin Therese Franz. Mittels Rechtshilfeersuchen an die polnische Polizei werde geklärt, ob das Auto als gestohlen gemeldet war.

Ludwigsfelder Ordnungsamt wollte Landkreis Arbeit ersparen

„Warum hat die Stadt den Wagen nicht gleich weg geholt?“, so Uwe Hoffmann. Eine Sicherstellung des Autos sei nicht geboten gewesen, da keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestand, so Liza Ruschin. Allenfalls sei das ästhetische Empfinden des Betrachters beeinträchtigt worden. Grundsätzlich falle ein Fahrzeug ohne Kennzeichen außerhalb der Ortslage in die Zuständigkeit des Landkreises Teltow-Fläming. Das Ludwigsfelder Ordnungsamt sei ausnahmsweise tätig geworden, um den Zeitraum zwischen Feststellung und Entsorgung des Autos erheblich zu verkürzen. „Dem Kreis wurde erspart, selbst Mitarbeiter vor Ort zur Erfassung sowie zu mehrmaligen Kontrolle zu entsenden“, sagt Ruschin. Ein Außendienstmitarbeiter habe am 21. Dezember eine Abfallplakette angebracht, um dem Halter/Nutzer die Möglichkeit zu geben, sein zurückgelassenes Fahrzeug innerhalb eines Monats zu entfernen. Nach Ablauf der Frist wurde der Vorgang an den Kreis abgegeben. Hier habe man die Entsorgung des Wracks am 29. Januar veranlasst. Donnerstag stand es noch da.

Von Frank Pechhold

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