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Teltow-Fläming Ahrensdorf auf dem Weg zum größten Ortsteil
Lokales Teltow-Fläming Ahrensdorf auf dem Weg zum größten Ortsteil
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06:07 16.12.2017
Tiefbauer der Firma RBS in Altes Lager/Jüterbog legen im Auftrag der Telekom im neuen Stadtteil Ludwigsdorf telefonische Hausanschlüsse. Quelle: FotoS: Abromeit
Ludwigsfelde

Ganz unbemerkt verschiebt sich in Ludwigsfelde mit dem rasant wachsenden Stadtteil Ludwigsdorf noch etwas anderes als das Landschaftsbild in der Ahrensdorfer Heide: die Reihenfolge der Ortsteile nach ihrer Größe. Denn ein Teil von Ludwigsdorf gehört zur Gemarkung Ahrensdorf. Dort leben bisher etwas weniger als 1000 Menschen. Der bislang größte Ortsteil Genshagen am entgegengesetzten Stadtrand von Ludwigsfelde war bei der vorerst letzten Erfassung des Statistischen Landesamtes Ende 2015 mit 1390 Einwohner registriert.

Diese kleine Statistik berührt die Menschen aber wahrscheinlich weniger, als der reale Alltag. Und der bringt mit dem Zuzug spürbare Änderungen. Die ersten Bauabschnitte von Ludwigsdorf  – Stadtplaner nennen sie die ersten drei Dörfer  – sind voll. Jetzt entsteht mit weiteren fünf Dörfern der sogenannte Rousseau-Park. Manch eine Familie am Sartrering schafft es sogar noch, Weihnachten bereits im eigenen Heim zu feiern. Am gestrigen Freitag waren Tiefbauer von der Firma RBS aus Altes Lager/Jüterbog dabei, im Auftrag der Telekom neue Hausanschlüsse mit dem regionalen Glasfaserring zu verbinden. Und permanent geht es in Bauausschuss-Sitzungen um Baurechtdetails und Infrastruktur für die künftig rund 5000 Bewohner. Ist Ludwigsdorf in wenigen Jahren belegt, wird Ludwigsfelde, das aktuell rund 25800 Einwohner hat, die Grenze von 30 000 überschritten haben.

Für Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ist der Wechsel an der Spitzenposition der Ortsteile kein Thema. Er sagt: „Die Infrastruktur für den Zuzug hat die Stadt insgesamt anzupassen.“ Speziell für Ludwigsdorf werde die neue Kita mit ursprünglich 170 Plätzen bereits mit 220 gebaut. Bereits komplett bezogene Wohngebiete würden analysiert, so Igel. „Damit können wir wenigstens eine Prognose für die nächsten Areale bilden. Im Moment wissen wir nur, wie viel Leute mit einer Familie einziehen und wie alt sie sind. Aber wie viele Kinder unterwegs oder geplant sind, erfahren wir nicht.“ Mit dieser Gebietsprognose gebe es wenigstens Annahmen für die nächsten Quartiere, so der Bürgermeister. Neben Pflichtaufgaben wie den Kita- und Schulplätzen denke er auch an freiwillige Aufgaben. „So kommen unsere Sportvereine an ihre Grenzen, weil Hallenzeiten teils überbelegt sind.“ Für Igel ist klar: „Vom neuen Wohngebietszentrum im Rousseau-Park profitieren auch die Ahrensdorfer. Sie müssen dann für bestimmte Erledigungen nicht mehr in die Kernstadt oder nach Potsdam.“

Jens Wylegalla, frisch gewählter Ortsvorsteher von Ahrensdorf, hatte jüngst einige Strukturprobleme benannt und war ins Rathaus gegangen. Zum Beispiel um das alte Dorfgemeinschaftshaus gegenüber der Bäckerei wieder nutzen zu können. Der Genshagener Ortsvorsteher Dirk Houschka bleibt angesichts des bevorstehenden Verlustes der Ortsteil-Spitzenposition gelassen: „Kein Problem“, erklärt er, und denkt sofort an das Ortsteilbudget, das jedes Dorf nach Einwohnerzahl erhält. „Das können die Ahrensdorfer bestimmt gebrauchen“, sagt er. Und Houschka meint: „Wenn wir Ortsteile insgesamt größer werden, wächst vielleicht auch unser Einfluss in der Stadt ein wenig.“

Von Jutta Abromeit

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