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Teltow-Fläming Aktionstag für mehr Sichtbarkeit im Verkehr
Lokales Teltow-Fläming Aktionstag für mehr Sichtbarkeit im Verkehr
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18:39 24.10.2019
Fahrlehrer Sven Jozefoski vermittelte, was ein toter Winkel ist und wie man sich trotzdem schützen kann. Quelle: Uwe Klemens
Werbig

Hinter dem Lenkrad eines großen Lkw Platz zu nehmen, ist der Traum eines jeden Grundschülers. Eingeladen dazu waren gestern die Mädchen und Jungen der Werbiger Grundschule. Bei der von Polizei und Verkehrswacht organisierten Aktion „Tage der Sichtbarkeit“ ging es dabei weniger um Fahrspaß, sondern um Erkenntnisgewinn in Sachen Verkehrssicherheit. Nach dem Auftakt am Dienstag mit Luckenwalder Oberschülern und einem Aktionstag für und mit Senioren, ging es nun um die jüngsten, aktiven Verkehrsteilnehmer.

Trainings für mehr Sicherheit

„Das ist für unsere Schüler, die aus 23 Dörfern und zum Teil alleine mit dem Rad kommen, enorm wichtig“, sagt Werbigs Schulleiterin Petra Schrank. Das Angebot, den Aktionstag an ihrer Schule zu veranstalten, nahm die Werbigerin gerne an. „Denn uns liegt die Sicherheit unserer Schüler sehr am Herzen, weshalb es bei uns auch ein Bus-Training für alle Erstklässler und in der vierten auch weiterhin die Fahrradprüfung gibt, obwohl die inzwischen aus dem Lehrplan genommen wurde“, so Schrank.

Wenn die Tür zu ist, sind die Schüler neben dem Lkw für den Fahrer nicht mehr zu sehen. Quelle: Uwe Klemens

Sicheres Radfahren war gestern eines der wichtigen Themen. Was gehört zu einem verkehrstüchtigen Fahrrad und was kann jeder tun, um besser wahrgenommen zu werden? So lauten die Fragen. „Ich bin jetzt der Fahrer“ strahlte einer der Schüler, die sich ins Fahrerhaus des Bauhof-Lkw setzen durften. Dass er, trotz Blick in den Rückspiegel, nicht alle seiner neben und hinter dem Fahrzeug stehenden Mitschüler sehen konnte, war eine Überraschung und Fahrlehrer Sven Jozefoski hatte sein Ziel erreicht. „Jetzt weiß ich, was ein toter Winkel ist und wie ich mich verhalten muss, damit mich der Lkw-Fahrer sieht“, beschreibt der elfjährige Gräfendorfer Leif Liske, was er an diesem Tag gelernt hat.

Verkehrssünder im Visier

Dass Sicherheit im Straßenverkehr nicht nur vom eigenen Verhalten abhängt, sondern auch von der Vernunft der anderen Verkehrsteilnehmer, war ein weiterer Aspekt des Tages. Selbst ausprobieren durften die Schüler aus diesem Grund die Laserpistole, mit der sie vor ihrer Schule die Geschwindigkeit der Vorüberfahrenden ins Visier nahmen. Bereits vor Beginn der Aktion hatten die Polizisten an dieser Stelle zwei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die in der ausgewiesenen 30-er-Zone 45, beziehungsweise 48 km/h auf dem Tacho hatten. Als unsicher abbiegende Radfahrer hätten die Kinder hier kaum eine Chance gehabt.

Die Laserpistole dient nicht nur zum Geschwindigkeit-Messen, sondern kann auch Gurt- und Handymuffel aufspüren. Quelle: Uwe Klemens

Wie der Polizeialltag aussieht, erläuterte Polizeikommissar Enrico Raue, der den Streifenwagen ausräumte, um sein Handwerkszeug vorzuführen. Dass er die Handschellen nicht dabei hatte, merkten die Kinder sofort. Selbst einmal Polizist zu werden und Verbrechern und Verkehrssündern das Handwerk zu legen, war an diesem Tag ein mehrfach geäußerter Wunsch.  

Von Uwe Klemens

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