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Teltow-Fläming Gleitschirme und Drachen am Fläming-Himmel
Lokales Teltow-Fläming Gleitschirme und Drachen am Fläming-Himmel
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19:59 30.07.2019
Wer mit dem Start erst spät an der Reihe ist, nutzt die Zeit zu einem kleinem Testflug über dem Platz. Quelle: Uwe Klemens
Altes Lager

Der Niedere Fläming gilt bei Gleitschirm- und Segelflugpiloten aufgrund seiner Thermik und landschaftlichen Reize als Paradies. Seit 2001, in dieser Woche also bereits zum 19. Mal, ist das Flugplatzgelände in Altes Lager der Austragungsort der German Flatlands, bei denen Gleitschirmpiloten und Drachenflieger in fünf Tagesetappen ihr fliegerisches Können messen. Veranstalter des Events, an dem diesmal 72 Flieger aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden teilnehmen, ist der Drachenflieger-Club Berlin, der in Altes Lager ansässig ist und in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Gleitschirmflieger und Drachenpiloten überm Fläming

Ein Gefühl, das jeder Flieger kennt

„Bei den German Flatlands geht es nicht um Geld, sondern um Ruhm, Ehre und Pokale und um die Freude und das Freiheitsgefühl, das jeder Flieger kennt“, sagt Wettbewerbs-Leiter Uwe Krenz. Wie die meisten der etwa 30 Helfer, opfert der Cottbuser zugunsten der Meisterschaft sogar Urlaubstage um dafür zu sorgen, dass auf dem Platz und unter den Wolken alles mit rechten Dingen zugeht. Darauf, dass zu den Teilnehmern auch Andreas Malek gehört, ist das Wettbewerbsteam besonders stolz. Immerhin liegt er Münsteraner derzeit auf der Weltrangliste auf Platz 25, was bei mehr als 5000 lizenzierten Gleitschirm Gleitflugpiloten schon etwas bedeutet. Ob „Pepe“, wie Malek unter den Piloten genannt wird, es auch diesmal aufs Podest schafft, wird sich am Freitag zeigen, wenn alle Etappen absolviert und die Punkteverteilung erfolgt sind.

Kritischer Blick zum Himmel

Die erste Etappe am Montag, ein Dreiecks-Flug über insgesamt 60 Kilometer, kommt diesmal nicht in die Wertung. Nicht alle Piloten hatten es rechtzeitig vor dem Aufziehen eines Unwetters in die Luft geschafft. Auch beim Zielflug ins 50 Kilometer Luftlinie entfernte Luckau, zu dem die Teilnehmer am Dienstag Mittag starteten, gab es viele besorgte Blicke in den Himmel. „Jeden Morgen legt ein demokratisch gewähltes Team von drei Piloten anhand der Wetterlage über die Tagesaufgabe“, sagt Krenz. „Der Schwierigkeitsgrad ist von vorneherein so ausgelegt, dass es nur 30 Piloten bis ins Ziel schaffen. Landen dort mehr, war die Aufgabe zu leicht, so dass es in der Gesamtwertung für diese Etappe Punktabzug gibt“, erläutert der 53-Jährige.

Moderne Computer- und GPS-Technik ermöglicht, dass die genaue Position jedes einzelnen Piloten in Echtzeit am Bildschirm überwacht und ausgewertet werden kann. Erstmals können in diesem Jahr auch Außenstehende den Wettbewerb von der Ferne aus per Livetracking im Internet unter https://lt.flymaster.net/bs.php?grp=2971# die Bewegungen der Flieger verfolgen, was vor allem bei den Angehörigen der Piloten sehr geschätzt wird.

Während an den gemeinsamen Abenden im Fliegercamp die Geselligkeit Priorität hat, ist es während des Wettkampfes die Disziplin. Sechs elektrisch oder mit Verbrennungsmotor betriebene, in 1200 Metern aufgestellte Seilwinden sorgen dafür, dass etwa im Minutentakt ein Flieger in die Luft kommt. Vor dem Start wird das nur den Laien verwirrende Bündel an Schnüren und Seide sorgfältig auf dem Boden aus- und die Sicherheitsausrüstung angelegt. Die Verständigung zwischen dem Bediener der Winde und dem Piloten erfolgt per Funk über einen Einweiser am Startpunkt.

Wenige Sekunden bis zum Verlust der Bodenhaftung

Nach dem Starten der Winde dauert es nur zwei, drei Sekunden, bis der Pilot den Boden unter den Füßen verliert. Hat er etwa eine Minute später ausreichend Höhe und Thermik, wird das Seil ausgeklingt. Bis zu 2 800 Metern Flughöhe sind über flachem Land möglich. „Wegen der Nähe zu Berlin dürfen wir hier aber nur bis 1 700 Metern aufsteigen“, erläutert Krenz.

„Wenn der Flieger in der Luft ist und seine Freiheit genießen kann, freue ich mich riesig, dass auch ich einen Anteil daran habe“, sagt Windenführer Siegfried-Wilhelm Grunwald. Die von ihm entwickelte und gebaute, mit Bleiakkus über Elektromotoren betriebene Winde strotzt vor modernster Technik. Wegen der markanten Überdachung hat das Gefährt schon seinen Spitznamen weg und wird auf dem Platz „Papamobil“ genannt.

Von Uwe Klemens

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