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Teltow-Fläming Amalu-Theaters begeistert mit Krimi-Komödie
Lokales Teltow-Fläming Amalu-Theaters begeistert mit Krimi-Komödie
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00:34 16.05.2018
Unternehmer Albrecht Grafenstein (Herbert Thoma, M.) kennt keine Gnade. Weder für Kompagnon Schmierstein (Stefan Heicking) noch für seine Schwester (Thekla Schwabe). Am Ende ist er tot. Quelle: Jutta Brekeller
Ludwigsfelde

„Ich mag keine Menschen“, bekennt der Unternehmer Albrecht Greifenberg (Herbert Thoma). Und ihn mag auch keiner: Weder seine verwöhnte Gattin (Franziska Lenz), die er „Gewitterziege“ tituliert, noch seine ebenso anspruchsvollen beiden Töchter (Victoria Huber und Pauline Lenz), die er „Parasiten“ nennt. Er droht, ihnen nach einer Scheidung jeglichen Unterhalt zu verweigern. Auch seine geldgierige Schwester (Thekla Schwabe) kann ihn nicht leiden, weil er ihr nicht aus einer finanziellen Patsche hilft. Ebenso wenig sein Kompagnon (Stefan Heicking), den er demütigt und aus der Firma schmeißt sowie seine unterbezahlte, verzweifelte Buchhalterin (Stela Arlt), die er beim Griff in die Kasse ertappt und anzeigen will.

Alle planen – jeder für sich – den Mord des garstigen Mitmenschen. Als dieser schließlich von der herrlich bayerisch redenden Putzfrau (Birgit Glania) morgens tatsächlich tot am Schreibtisch aufgefunden wird, beginnt ein munteres Spiel. Weil jeder glaubt, der Mörder zu sein, entwirft auch jeder einen Plan, um die Leiche zu verstecken, was zu erheblichen Verwirrungen, falschen Verdächtigungen und Beinahe-Verhaftungen führt. Schließlich bekennt ein jeder, der Mörder zu sein. Selbst die devote Sekretärin des Toten (Katrin Fischer), die ihren Chef heimlich liebt, bricht beim Verhör zusammen und gesteht, was sie nicht tat.

Herzliche Lacher im Klubhaus

Die Schauspieler des Ludwigsfelder Amateurtheaters Amalu meistern ihre Rollen mit Bravour. Kleine kabarettistische Kabinettstückchen liefern der auf einfache Lösungen orientierte Kommissar Irre (Harald Arndt) und dessen schlicht gestrickter Assistent Denkste (Jessica Marquardt) und sorgen für herzliche Lacher im Publikum.

Die Stuhlreihen in der 150 Plätze fassenden Lounge des Ludwigsfelder Klubhauses waren am Sonnabend gut gefüllt. Am Schluss der Premiere gab es viel Applaus und Bravo-Rufe. Und die galten neben den guten schauspielerischen Leistungen auch der Regisseurin Kerstin Sothmann und denen, die für gutes Licht und klaren Ton sorgten.

„Anderthalb Jahre haben wir für dieses Stück geprobt“, sagt Vereinsvorsitzender Herbert Thoma. Bühnenbild und Kostüme wurden von der Laiendarsteller-Gruppe selbst hergestellt. Das seit 39 Jahren bestehende Amateurtheater inszeniert zwei Theaterstücke im Jahr – eines davon für Kinder. In diesem Jahr wird „Aschenputtel“ aufgeführt.

Aufführungen in Baruth und Prieros

Mit Preisen von 9 Euro pro Karte deckt die Truppe lediglich die Selbstkosten für Raummiete, Technik, Kostüme und was sonst noch anfällt, wenn man ein Stück auf die Bühne bringen möchte. „Uns geht es nicht ums Geld, wir haben Spaß am Spiel“, sagt Thoma, der als Polizeibeamter in Berlin arbeitet.

Nächste Aufführungen der Kriminalkomödie am 9. Juni im Schloss Baruth und am 30. Juni in Prieros – bei guten Wetter Open-Air an der evangelischen Dorfkirche, bei schlechtem Wetter im Tourismuszentrum. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Von Jutta Brekeller

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