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Teltow-Fläming Ein Dorf hat Angst vor einem Feuerteufel
Lokales Teltow-Fläming Ein Dorf hat Angst vor einem Feuerteufel
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00:31 14.04.2018
Innerhalb von nur vier Tagen musste die Feuerwehr dreimal zum Einsatz nach Altes Lager ausrücken. Quelle: Feuerwehr Niedergörsdorf
Altes Lager

Die Angst vor einem Feuerteufel geht in Altes Lager um. In den vergangenen Tagen kam es im Ortsteil von Gemeinde Niedergörsdorf an gleich mehreren Stellen zu unerklärlichen Großbränden.

Die Kriminalpolizei geht deshalb von absichtlichen Taten aus und ermittelt derzeit wegen Brandstiftung.

Eine Lagerhalle und zwei Waldflächen betroffen

Am Freitagabend startete die Brandserie mit einem Feuer nahe des Flugplatzes. Dort rauchte es aus einer „leerstehenden Lagerhalle“, berichtet Gemeindewehrführer Patrick Bellin. Der darin befindliche Unrat stand in Flammen.

Am Freitag kam es zum ersten Brand in Niedergörsdorf. Quelle: Isabelle Richter

Nur einen Tag später wurden die Einsatzkräfte erneut nach Altes Lager gerufen. Bei dem Einsatz handelte es sich um einen sogenannten Heidebrand, der gelöscht werden musste.

Gleich mehrere Beobachter kontaktierten die Feuerwehr und die Polizei, als sie die deutlich erkennbaren Flammen im Wald nahe des Birkenwegs sichteten. In dem Waldstück verbrannten rund zwei Hektar Heideland an drei verschiedenen Stellen.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag wiederholt in dem Niedergörsdorfer Ortsteil – dieses Mal brannte es in einem Waldgebiet in der Nähe des Bahnhofes Altes Lager.

Hier breitete sich das Feuer auf einer Fläche von rund 1200 bis 1500 Quadratmetern aus. Der Waldboden und die Bäume wurden dadurch teilweise stark beschädigt. Die Baumkronen waren dagegen nicht von dem Feuer betroffen.

Keine besondere Waldbrandgefahr

In Teltow-Fläming liegt die Waldbrandgefahrenstufe aktuell bei 3 – demnach besteht zwar eine mittlere Waldbrandgefahr. Dass solche Großbrände jedoch von selbst entstehen, hält Patrick Bellin eher für unwahrscheinlich.

„Aufgrund der Witterung lässt sich ausschließen, dass das Feuer durch liegengebliebene Munition entstanden ist“, sagt der Gemeindewehrführer. Zudem wären die Brände nicht einmal an den als gefährlich eingestuften Bereichen entstanden.

Indizien sprechen für Brandstiftung

Dass sich das Feuer selbst entzündet haben könnte, schließt deshalb auch die Kriminalpolizei aus.

Trotzdem teilt diese auf MAZ-Nachfrage schriftlich mit: „Da die Ermittlungen derzeit noch laufen, können keine Angaben darüber gemacht werden, welche Brände vorsätzlich gelegt wurden. Die Ermittlungsergebnisse dazu stehen noch aus.“

Auch dieser Brand könnte auf das Konto eines Feuerteufels gehen. Quelle: Isabelle Richter

Aus Sicht der Feuerwehr sind die Indizien eindeutig. Patrick Bellin erklärt, warum die jüngsten Ereignisse eher auf eine absichtliche Tat hinweisen: „Die räumliche Nähe und der zeitliche Zusammenhang sprechen für Brandstiftung.“

Ähnliche Serie Anfang März

Mehr als die Brände zu löschen, können die Einsatzkräfte nicht tun. Der Gemeindewehrführer erklärt aber: „Wir ziehen bei jedem Brand die Polizei dazu.“

Anfang März gab es in Jüterbog und Gebersdorf eine ungewöhnliche Brandserie. Dort standen ebenfalls innerhalb eines Wochenendes zu fast identischen Zeiten verschiedene Grünflächen in Flammen.

Die Ursache ließ sich anhand der andauernden Minusgrade auch damals nur schwer erklären.

Von Isabelle Richter

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