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Teltow-Fläming Teich gibt frühe Siedlungsspuren frei
Lokales Teltow-Fläming Teich gibt frühe Siedlungsspuren frei
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18:38 25.09.2019
Grabungshelfer Moritz Rusche beim Kartieren der Teichsohle, die nun mit Tonschindeln abgedichtet wird. Quelle: Uwe Klemens
Sernow

Der zweite Rekord-Sommer in Folge hat an den meisten Kleingewässern in der Region seine deutlichen Spuren hinterlassen. Zu den wenigen positiven Aspekten der Trockenheit gehört, dass Arbeiten an Teichen und Gräben möglich sind, ohne dass aufwendig Wasser aus- oder umgepumpt werden muss.

Lange geplant, nun durch Trockenheit begünstigt

Die Renaturierung des am Ortsrand in Richtung Lichterfelde liegenden Sernower Dorfteiches wurde bereits vor mehreren Jahren geplant und ist während der Sommermonate weit voran gekommen. Neben der restlosen Entfernung des Schlammes und sämtlichen Wurzelmaterials bis auf die Lehmschicht gehörte auch die inzwischen abgeschlossene, bodenarchäologische Untersuchung des Teichgrundes zu den durchgeführten Maßnahmen.

„Dass der Teich schon vor einem halben Jahr komplett ausgetrocknet war, war für uns eine gute Chance“, sagt Grabungsleiter Dirk Friebe. „Dabei prüfen wir die Teichsohle auf Zeichen früherer Besiedlung, die wir auch entdeckt haben und die bis in die Römische Kaiserzeit und sogar bis in die jüngere Bronzezeit, also bis etwa 800 bis 1200 Jahre vor Christus, zurückreichen“, umschreibt Friebe den ersten Befund.

Spektakuläre Funden blieben aus

Spektakuläre Funde gab es, wie erwartet, nicht. Dafür stießen die Archäologen auf Hinweise, dass der Teich ursprünglich vermutlich ein sogenanntes Toteis-Loch war, und nach der Besiedlung als Tonentnahme-Grube diente. Entdeckt haben die Fachleute bei ihrer buchstäblich staubtrockenen Arbeit zwei frühe Brunnen-Anlagen und typische Siedlungsreste in Form von Scherben. Das wichtigste Ergebnis der Grabung ist der eindeutige Hinweis auf die Zeit der Erstbesiedlung.

Nach dem Abzug der Bodenarchäologen wird die bis zu vier Meter mächtige Lehmsohle des Teiches mit einer zusätzlichen Schicht aus Tonschindeln abgedichtet und das Bodenprofil dabei in Tief- und Flachwasserzonen umprofiliert. Nach dem Füllen des Teiches mit Regenwasser aus der Dorfentwässerung sollen so optimale Lebensräume für Lurche und Fische entstehen.

Von Uwe Klemens

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