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Teltow-Fläming Arztpraxis schließt sich DRK an
Lokales Teltow-Fläming Arztpraxis schließt sich DRK an
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05:24 24.11.2017
Enrico Ukrow, Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des DRK Teltow-Fläming und Henry Hoffmann (l.), Frauenarzt aus Rangsdorf. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Totgesagte leben länger. Seit Jahren erlebt die aus der DDR bekannte Poliklinik ihr Comeback als Reaktion auf den demografischen Wandel. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreibt in Teltow-Fläming ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ). Jüngster Neuzugang dort ist die Frauenarztpraxis von Henry Hoffmann in Rangsdorf.

Der 60-Jährige hat Anfang Oktober seine Praxis unter das Dach des DRK eingegliedert. Spürbare Veränderungen hat es in den ersten sechs Wochen kaum gegeben. „Die Patienten merken nichts“, sagt er. Dass Hoffmann seine Selbstständigkeit aufgibt und sich vom DRK anstellen lässt, hat mit Vorteilen zu tun, die er sich davon verspricht. Vor allem beim Thema Nachfolge verspricht das DRK Unterstützung. „In unserem Netzwerk arbeiten wir mit Krankenhäusern und Universitäten zusammen“, sagt Enrico Ukrow, der Geschäftsführer des MVZ Teltow-Fläming. Dadurch sei es einfacher, frei werdende Stellen neu zu besetzen.

Bis zu 2500 Patienten pro Quartal

Ans Aufhören denkt Henry Hoffmann noch nicht. Bis zur Rente hat er noch drei Jahre. „Ich möchte gerne länger arbeiten“, sagt er. Er könne sich vorstellen, dass er und seine Kollegin Dorte Marenbach einen weiteren Arzt ins Haus holen. Platz sei in dem 360 Quadratmeter großen Bau am Stadtweg genug. An Arbeit mangelt es auch nicht. Bis zu 2500 Patienten behandeln beide Gynäkologen im Quartal.

„Natürlich geht es auch um mein Lebenswerk“, sagt Henry Hoffmann, der sich Anfang der 1990er Jahre selbstständig gemacht hat. Damals hätten Banken noch leichter Kredite vergeben, auch die Einstellung zur Arbeit war eine andere. „Junge Ärzte wollen nicht mehr zehn Stunden in der Praxis arbeiten, wenn sie für das gleiche Geld nach acht Stunden in der Klinik nach Hause gehen können“, so Hoffmann. Dazu komme die überbordende Bürokratie, mit der sich niedergelassene Ärzte herumschlagen. Der Gynäkologe hofft, dass sein neuer Arbeitgeber zumindest dabei etwas Abhilfe schafft. Enrico Ukrow ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Die gesparte Zeit soll der Versorgung der Patienten zugute kommen. In Zukunft, da ist sich der Geschäftsführer sicher, werden medizinische Versorgungszentren eine immer größere Rolle spielen – nicht nur auf dem Land, sondern auch im Speckgürtel.

Von Christian Zielke

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