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Teltow-Fläming Termin zur Fertigstellung verlängert
Lokales Teltow-Fläming Termin zur Fertigstellung verlängert
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14:47 13.06.2019
Die Firma Eurovia arbeitet seit knapp vier Wochen an der Kurvenverbreiterung in Hohengörsdorf. Quelle: Isabelle Richter
Hohengörsdorf

Seit dem 20. Mai ist die Bundesstraße 102 an der Ortsdurchfahrt Hohengörsdorf für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Bauarbeiten befinden sich inzwischen im Endspurt. Laut Landesbetrieb Straßenwesen (LS) sollte die als Unterhaltungsmaßnahme eingestufte Kurvenverbreiterung am kommenden Montag nach vier Wochen Bauzeit fertiggestellt sein. Bauleiter Florian Schrödter vom Kolkwitzer Straßenbauunternehmen Eurovia erklärte am Donnerstagvormittag jedoch, dass sich die Fertigstellung noch um ein paar Tage verzögern wird.

Schrödter wollte sich zwar auf Nachfrage der MAZ noch nicht endgültig auf einen Termin festlegen – angestrebt sei aber, die Strecke Ende kommender Woche wieder für den Verkehr freizugeben. Grund für die Verlängerung der Bauzeit sei übrigens nicht das Unwetter in den vergangenen Tagen gewesen, welches die Feuerwehren und Einwohner des Landkreises Teltow-Fläming in Atem hielt. Wie Schrödter berichtet, hätte es dadurch keine Einschränkungen gegeben.

Die Eurovia-Mitarbeiter sind aktuell noch mit den Pflasterarbeiten beschäftigt. Quelle: Isabelle Richter

Allerdings gab es während der Bauphase „diverse Projektänderungen“, so der Bauleiter. Dadurch seien vor allem die Pflasterarbeiten umfangreicher als zunächst geplant ausgefallen. Auch am Donnerstag waren die Mitarbeiter der Firma Eurovia noch mit dem Pflastern beschäftigt.

Anwohner nehmen Baulärm in Kauf 

Die komplette Baumaßnahme umfasst den Ausbau des Scheitelpunktes der Kurve von sieben auf elf Meter. Zudem wird die Fahrbahnbreite vor und hinter der Kurve um 20 Zentimeter auf 6,30 Meter leicht angehoben. Auch der schmale, innenliegende Bürgersteig, dessen Schutzbarrieren permanent von Lkw-Reifen verschoben werden, soll um ein paar Zentimeter verbreitert werden.

Der Unterbau der noch vorhandenen Pflasterstraße wird nicht angetastet, sondern bekommt nach dem Ausbau des Randstreifens auf etwa 100 Metern eine neue Deckschicht. Diese soll zusammen mit dem Binder am Montag gefahren werden. Anschließend folge die Fahrbahnmarkierung sowie das Verdichten der Fugen.

So mancher Anwohner scheint in diesen Tagen aber ganz froh über die derzeitigen Bauarbeiten. „Solch eine Ruhe gab es bei uns im Dorf schon lange nicht mehr“, sagt etwa Thomas Hirte. Das Brummen des Baggers und das Vibrieren der Rüttelplatte nimmt der Hohengörsdorfer gerne in Kauf, zumindest im Vergleich zum Verkehr, der sich sonst durch den Ort drängelt.

Auch hinterher bleibt es gefährlich

Wenn Hirte in den langwierigen Streit um den Kurvenausbau denkt, ist es mit seiner Gelassenheit auch schon wieder vorbei. Weder Landes- und Lokalpolitiker, noch Amtsverwaltung konnten stoppen, was nach allgemeiner Auffassung von Anwohnern und Straßenverkehrsbehörde trotzdem auch hinterher nur ein gefährliches Provisorium bleibt. Und ein teures noch dazu. Auf seine Anfrage an den Petitionsausschuss des Landtages, warum der bereits fertige Plan einer Ortsumfahrung klammheimlich in der Schublade verschwand, wartet Gemeindevertreter Uwe Gottwald seit Wochen vergeblich.

Elf statt sieben Meter am Scheitelpunkt

Die Mitarbeiter der Firma Eurovia beim Ausbaubeginn der umstrittenen Doppelkurve B102 in Hohengörsdorf vor knapp vier Wochen. Quelle: Uwe Klemens

Was mit der zweiten, wesentlich enger geschnittenen Kurve wird, ist derzeit völlig offen. „Die Baugenehmigung fehlt, weil die Grundstücksfrage nicht geklärt ist“, sagt LS-Sachbearbeiter Heiko Pfretzschner. Die Besitzerin will den Streifen keinesfalls verkaufen, da die Lkws danach keine zwei Meter vor ihrer Hoftür vorbeidonnern würden und die Kurve trotzdem nicht wirklich entschärft wäre.

Von Uwe Klemens und Isabelle Richter

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