Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Außerhalb aller Pläne
Lokales Teltow-Fläming Außerhalb aller Pläne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:31 26.02.2013
Anzeige
ROHRBECK

. Während die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming in ihrem Regionalplan-Entwurf einen Windpark ausschließt, will das Landesumweltamt – im Einvernehmen mit dem Kreis – einem Bauantrag für drei Windräder offenbar grünes Licht geben.

Gestellt hat den Antrag die Firma Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA) in Meißen. Sie hat mit einigen Landbesitzern Vorverträge über eine Fläche zwischen Rohrbeck, Oehna, Gölsdorf und Dennewitz, an der Bahnlinie gelegen, abgeschlossen. Ihr Sprecher, Friedrich Niendorf, hat mehrfach bei der Gemeindevertretung um Zustimmung geworben. Insgesamt geht es nach MAZ-Informationen um insgesamt 300 Hektar für 25 Windräder. Von UKA war dazu bislang keine Information zu erhalten.

Ebenso zurückhaltend ist man beim Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV). Das Genehmigungsverfahren für den Vorbescheid sei noch nicht abgeschlossen, hieß es auf MAZ-Anfrage. Inzwischen würden aber alle notwendigen Stellungnahmen anderer Behörden vorliegen. Dabei habe sich die Gemeinsame Landesplanung, Oberhaus der Regionalplaner, vorbehalten, „ein Untersagungsverfahren durchzuführen“, teilt Thomas Frey vom LUGV mit.

Letzteres kann Harald Knauer, Leiter der Regionalen Planungsgemeinschaft, nicht bestätigen. Deutlich wird aber sein Unmut über die Schwester-Behörde. „Ich verstehe das nicht“, sagt er, „im Juni gab es eine Beratung mit der LUGV. Dabei wurde vereinbart, dass der Regionalplan beachtet wird und Anträge für Windkraftanlagen außerhalb vorgesehener Eignungsgebiete wenigstens zurückgestellt werden.“

Innerhalb des Verfahrens zum Regionalplan wurden Kriterien für Windeignungsgebiete sowie Tabuzonen festgelegt. Ein Ziel dabei war, die Landschaft im südlichen Niederen Fläming von Windrädern freizuhalten. Laut Knauer gelten solche Festlegungen schon, auch wenn der Plan voraussichtlich erst 2014 rechtskräftig wird.

Daran schließt sich auch der Flächennutzungsplan der Gemeinde Niedergörsdorf an, der zurzeit erarbeitet wird (die MAZ berichtete). Demnach läge der geplante Windpark teilweise in der Lärm-Tabuzone von Rohrbeck und im Schutzbereich von Straßen und Bahntrasse. Der Bereich, der übrig bliebe, wäre laut Planentwurf zu klein (mindestens 145 Hektar).

Jedoch: Der Flächennutzungsplan gilt erst, wenn er in Kraft tritt. Der noch gültige Plan aus dem Jahr 2004 wiederum würde einer gerichtlichen Prüfung wahrscheinlich nicht mehr standhalten. So lautet zumindest die Einschätzung der Kreisverwaltung, die überraschend in einer neuen Stellungnahme, die der MAZ vorliegt, keine Hinderungsgründe mehr für das Windparkprojekt sieht. Der alte Flächennutzungsplan komme der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes nicht nach und sei somit „höchst angreifbar“. (Von Alexander Engels)

Teltow-Fläming Unmut in Ludwigsfelder Ortsteilen zur geplanten Nutzungsregel für Dorfhäuser - „Und wer macht dann dort sauber?“
26.02.2013
Teltow-Fläming Jürgen Würtele zeigt Blönsdorfer Bilder von Amsel bis Sperber beim Limeshainer Foto-Treff am Wochenende - Wintervögel werden präsentiert
26.02.2013
Teltow-Fläming In Ludwigsfelde beginnt der Bau eines lange ersehnten Stadtzentrums mit dem Fällen einer Kiefer - Jesus, Teich und Kettensäge
25.02.2013