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Teltow-Fläming Goldene Friedenstaube für Baruth
Lokales Teltow-Fläming Goldene Friedenstaube für Baruth
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06:16 03.06.2019
Ekkehard Fauth (r.), Pate der Goldenen Friedenstaube, überreicht die Skulptur Baruths Bürgermeister Peter Ilk.   Quelle: Andreas Staindl
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Baruth

Eine Goldene Friedenstaube ist in Baruth gelandet. Symbolisch, denn es ist eine Skulptur. Ekkehard Fauth hat sie mitgebracht. Der Bürgermeister aus Aidlingen (Baden-Württemberg) überreichte die Taube dem Baruther Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) am Sonnabendnachmittag im Alten Schoss der Kleinstadt im Urstromtal.

Eine große Ehre

„Es ist eine große Ehre für mich, die Goldene Friedenstaube zu erhalten“, sagte Ilk. „Ich sehe mich stellvertretend für zahlreiche Bürger unserer Stadt, ohne die eine solche Auszeichnung nicht möglich wäre.“ Die Taube landet dort, wo sich Institutionen, Einrichtungen und Personen in besonderer Weise für die Einhaltung der Menschenrechte engagieren.

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Für Frieden und Gerechtigkeit

Sie wirbt symbolisch für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Ekkehard Fauth begründete die Ehrung für Baruth: „Die Stadt Baruth hat bewiesen, dass auch kleine Kommunen für nachhaltige Entwicklungen zu begeistern sind.“ Konkret geht es um die Zusammenarbeit zwischen Baruth und der mongolischen Stadt Murun. Seit dem ersten Kontakt im Jahr 2011 hat die Stadt Baruth kräftig und vor allem nachhaltig in die Infrastruktur in Murun investiert. Trink-und Abwassersysteme werden schrittweise modernisiert, Feuerwehrfahrzeug und Krankentransportfahrzeuge wurden überlassen.

Schulungszentrum wird gebaut

Derzeit wird ein Handwerker-Schulungszentrum in Murun gebaut – auch das mit Hilfe aus Baruth. Im Juni soll es eröffnet werden. Eine Delegation aus dem Urstromtal ist vor Ort. Auch die goldene Friedenstaube soll mit. Nur der, der sie jetzt überreicht bekam, wird fehlen. Der aktuelle Gesundheitszustand von Peter Ilk lässt die Reise in die Mongolei nicht zu. Doch die Skulptur kehrt zu ihm zurück, so ist es geplant. Wie lange die Taube in Baruth bleibt, und wann sie wieder zu ihrem Flug rund um die Erde startet, das ist noch offen, wie Ekkehard Fauth sagte. Ihm zufolge war die Friedenstaube zuvor in Indien und Ecuador. Dass sie jetzt im Urstromtal gelandet ist, hat damit zu tun, „dass das Engagement der Stadt Baruth in und für Murun inzwischen auch bundesweit bekannt ist“.

Selbstverständliche Hilfe

Peter Ilk hält die Hilfe für selbstverständlich: „Wir schaffen Verbesserung für die Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns. Kommunale Entwicklungszusammenarbeit ist für mich gelebte Außenpolitik.“ Genau dafür hat er jetzt stellvertretend die goldene Friedenstaube erhalten.

Skulptur stammt von Landshuter Künstler

Die „Eine-Welt-Gruppe“ Waldenbuch in Baden Württemberg verleiht diesen Preis. Prominente wie Papst Benedikt XVI., der Dalai Lama und Michael Gorbatschow, auch der Bundespräsident und mehrere Ministerpräsidenten haben die Skulptur schon erhalten. Sie stammt vom Künstler Richard Hillinger aus Landshut, der sie auf Anregung des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog 2008 geschaffen hatte. 30 dieser symbolischen Tauben gibt es. Jede einzelne steht für einen der 30 Menschenrechtsartikel der Vereinten Nationen.

„Landeplatz“ Baruth

Ekkehard Fauth ist Pate und deutscher Beauftragter für eine der goldenen Friedenstauben. „Der ,Landeplatz’ Baruth ist ein hervorragender Repräsentant der Idee einer nachhaltigen Kooperation“, so Fauth.

Von Andreas Staindl

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