Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Schlossgespräch zur Nachhaltigkeit mit Baby-Willkommensbäumen
Lokales Teltow-Fläming Schlossgespräch zur Nachhaltigkeit mit Baby-Willkommensbäumen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:18 27.09.2019
Die Teilnehmer des 4. Baruther Schlossgesprächs zur Nachhaltigkeit im Holzkompetenzzentrum des Gewerbegebiets Bernhardtsmüh mit den Nachhaltigkeitszielen der UNO. Quelle: Vanessa Birnbaum
Baruth

Der Weg ist deutlich mühseliger als erwartet, doch unterwegs gibt es dennoch schöne Überraschungen. So etwa ist die Gefühlslage im Urstromtal bei den beiden Initiatoren der Baruther Schlossgespräche zur Nachhaltigkeit. Für Donnerstag hatten Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) und Nachhaltigkeits-Koordinator Karsten Wittke zur vierten Auflage dieser Veranstaltung wieder alle 200 Brandenburger Kommunen und Ämter eingeladen; ganze zehn waren mit Vertretern dabei.

Baruth sucht landesweites Sprachrohr

Ilk sagte abends: „Ich denke, jetzt geht es um die Frage ,Wie schaffen wir es, dass wir als kommunale Gemeinschaft zusammen aktiv werden, damit nicht jeder in puncto Nachhaltigkeit sein eigenes Süppchen kochen muss?’“. Es gebe landesweit auf allen möglichen Ebenen jede Menge Veranstaltungen, doch vieles laufe eben auch doppelt und dreifach. „Mein Vorschlag ist deshalb: Wir müssen über die Staatskanzlei oder übers Landesparlament ein Sprachrohr finden, damit die Bedeutung von Nachhaltigkeit, die ja jeder grundsätzlich befürwortet, auch für die Bevölkerung sichtbar und mit Aktionen fassbar wird“, sagte Ilk.

Konkret schlagen er und Wittke folgendes vor: „Wie wäre es, Nachhaltigkeit als Pflichtaufgabe in die Verfassung zu schreiben?“. Wittke erklärte, damit sei dann auch das Geld dafür gesichert und erklärt: „Im Grundgesetz Artikel 28 steht unter anderem, dass Kommunen für diese festgeschriebenen Pflichten vom Bund und vom Land die Finanzausstattung zu gewähren ist.“ Diskutiert haben die beiden Männer das mit Gästen anderer Gemeinden und haben dabei Bürgermeister-Kollegen wie Maja Buße (CDU) aus Mittenwalde oder Thomas Schmidt (SPD) aus Teltow auf ihrer Seite.

Baruth ist eine der ersten Brandenburger Nachhaltigkeits-Gemeinden; die Stadt im Urstromtal arbeitet nach den 17 Zielen der UN-Charta für Nachhaltigkeit. Quelle: Jutta Abromeit

Begeistert ist Ilk von einer Aktion der Stadt Beelitz: „Dort wird für jedes neugeborene Kind ein Baum gepflanzt. Baby-Willkommensbäume – eine tolle Idee.“ Ilk ist schon am Überlegen, ob das Pomona-Projekt von 2003, als hinter der Stadtverwaltung Apfelbäume gepflanzt wurden, fortgesetzt oder ob es irgendwo in der Stadt eine neue Fläche dafür gibt. „Ich stelle mir jetzt schon vor, wie hier in der Stadt später zu ihren Kindern sagen: Das hier ist dein Baum, der wurde gepflanzt, als du geboren wurdest“, so Ilk. Gegenwärtig bekommt jedes Baruther Baby von der Stadt ein Willkommenspäckchen.

Der Landkreis Teltow-Fläming war mit Gudrun Schade vom Amt für Wirtschaftsförderung und Klimaschutz-Koordinator Andreas Bleschke vertreten. Letzterer erläuterte Bildungsangebote für die kreiseigenen Schulen. Vermisst haben Karsten Wittke und Peter Ilk den Brandenburger Städte- und Gemeindebund. „Da werden wir uns noch mit Bürgermeister-Kollegen zusammentun und einen Gesprächstermin suchen. Denn der Städte- und Gemeindebund ist doch das explizite Gremium für unsere Interessenvertretung. dann bekommen wir für unser Anliegen doch ncoh m al ein ganz anderes Gewicht“, sagte Peter Ilk.  

Ilk: Städte- und Gemeindebund muss dabei sein

Die Stadt Baruth hat Karsten Wittke für zwei Jahre als internationalen Projekt-Koordinator angestellt. Möglich ist das über das in Ostdeutschland weitgehend unbekannte Bundes-Förderprogramm „Engagement global“. Damit gibt es 90 Prozent des nötigen Geldes vom Entwicklungsministerium über die dortige Servicestelle „Kommunen in der einen Welt“. Sie beschäftigt sich mit Partnerschaften zu den 17 UN-Entwicklungszielen für global nachhaltige Kommunen, Baruth konzentriert sich auf vier davon.

Von Jutta Abromeit

Mit hochrangigen Experten über soziale Dimensionen der Europäischen Union wie Arbeitslosenversicherung und nationale Mindestlöhne diskutieren – das kann am 1. Oktober jedermann im Schloss Genshagen.

26.09.2019

Der ausgedörrte Sernower Dorfteich soll ein Paradies für Lurche und Fische werden. Die Gunst der Stunde nutzten auch die Bodenarchäologen und förderten bis zu 3000 Jahre alte Zeitzeugnisse zu Tage.

25.09.2019

Der Großhändler Öl & Filter mit Sitz in Trebbin versorgt mehr als 2000 Kunden bundesweit und in Europa mit Schmierstoffen und Pflegemitteln, Filtertechnik und Batterien sowie mit passenden technischen Dienstleistungen versorgt. Jetzt hat sich das Unternehmen um den Wirtschaftspreis Teltow-Fläming beworben.

25.09.2019