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Teltow-Fläming Baruther Motorsportler retten ihren Club
Lokales Teltow-Fläming Baruther Motorsportler retten ihren Club
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11:16 04.04.2014
Stephan Köhler (links) und Holger Ermisch laden zum Saisonstart auf der Piste von Klein Ziescht ein. Quelle: Frank Pechhold
Klein Ziescht

Krach hinter den Kulissen. Müll auf der Rennpiste. Nichts lief mehr rund. Deshalb wäre der Motorsportclub Baruth beinahe auf der Strecke geblieben. Trotz erheblicher Turbulenzen gehen Autocrosser und Stockcar-Fahrer aus dem ganzen Bundesgebiet an diesem Wochenende zum Saisonauftakt in Klein Ziescht an den Start. Das ist vor allem der Verdienst von Stephan Köhler und einer Hand voll weiterer Clubmitglieder.

"Wir haben acht Wochen lang in jeder freien Minute gerackert, um das Vereinsgelände wieder in Schuss zu bringen. Sonst hätte die Stadt die Strecke dichtgemacht", sagt Köhler. Schuld an der Misere sei der alte Vorstand gewesen. Schmutzige Wäsche wolle er aber nicht waschen, sagt der 58-Jährige zum Vereinszwist. Schließlich haben der alte Vorstand und viele Mitglieder den Verein verlassen.

Köhler selbst stieg nach siebenjähriger Pause wieder ein, um die zwischen Kläranlage, Bahnstrecke und Wohnsiedlung am Naturschutzgebiet gelegene Rennstrecke zu retten. "Wenn so eine Anlage einmal dicht ist, dann bleibt sie zu", sagt er. Das haben der neue Club-Vorsitzende Holger Ermisch, Margitta Lehmann, Nico Graßmann, Sebastian Köhler, Rico Seifert und Stephan Köhler erfolgreich verhindert. Gemeinsam kümmerten sich die sechs Vereinsmitglieder darum, dass alles wieder ins Reine kommt.

Insgesamt 7000 Euro schossen Stephan Köhler und Holger Ermisch aus den eigenen Taschen vor, um unter anderem die Reparatur des kaputten Toilettenwagens und der verschmorten Elektrik im Sprecherturm zu finanzieren. Zudem ließen sie die schlimmsten Hinterlassenschaften beseitigen. Beispielsweise habe mutmaßlich der alte Vorstand rund 60 Lkw-Ladungen mit Abraum vom Straßenbau in Petkus auf dem Vereinsgelände abkippen lassen, um die Strecke auszubauen. "In den Sandbergen waren aber Fundamente, Betonplatten und anderes Zeug drin." Deshalb habe man erst einmal den gröbsten Dreck aussortieren müssen. Anschließend wurde der gereinigte Sand sowohl links und rechts auf die Böschung neben der Rennstrecke als auch im Fahrerlager abgekippt.

Weiter wurde die knapp 600 Meter lange Rennstrecke mit Hilfe eines ausgeliehenen Radladers auf durchgehend mindestens 15Meter Breite erweitert. Vorher war die Piste stellenweise nur vier Meter schmal. "Wenn da schon zwei Autos fahren, kommt ein drittes nicht mehr vorbei", sagt Köhler, "dann gerät das ganze Rennen ins Stocken."

Erst am vergangenen Montag wurde das inmitten der Rennstrecke gelegene Feuchtbiotop wieder ausgebaggert. Dort sollen die Feuerwehrleute aus Klasdorf und Merzdorf bei Bedarf Wasser abpumpen und die Sandpiste besprühen, falls es zu sehr staubt.

Das könnte bereits an diesem Wochenende der Fall sein, wenn in Klein Ziescht bis zu 70 Fahrer in verschiedenen Klassen an den Start gehen. "Da rechne ich mit rund 500 Besuchern, weil das Wetter ja sehr schön werden soll", sagt Stephan Köhler und verspricht den Fans "guten Motorsport bis zum Abwinken".

Infos zu Verein und Saisonstart: www.stockcarteam-mcbaruth.de

Von Frank Pechhold

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