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Teltow-Fläming Bau-und Finanzausschuss will Löcher stopfen
Lokales Teltow-Fläming Bau-und Finanzausschuss will Löcher stopfen
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19:50 29.10.2019
Direkt hinter der Ortschaft Lichterfelde beginnt der Weg, der nach Riesdorf und von dort zur Skaterbahn führt. Quelle: Uwe Klemens
Niederer Fläming

Zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde Niederer Fläming gibt es nach der Neuwahl der Gemeindevertretung (GV) zwei Fach-Ausschüsse, die sich vor jeder anstehenden Beschlussfassung detailliert mit der Thematik auseinandersetzen und eine Beschluss-Empfehlung aussprechen. Neben dem Sozialausschuss, der in der vergangenen Woche erstmalig tagte, gibt es nun auch den Bau- und Finanzausschuss, dessen fünf Mitglieder sich am Montag zu ihrer Sitzung trafen.

Üppige Tagesordnung als Auftakt

Der erste Tagesordnungspunkt, die Festlegung des Ausschuss-Vorsitzenden und seines Stellvertreters, wurde auf die nächste Sitzung verschoben, da man sich innerhalb der Fraktion Gemeinsam für Niederer Fläming (GfNF) noch nicht dazu verständigt habe, erläuterte deren Vorsitzender Matthias Wäsche, der auch Bürgermeister der Gemeinde ist.

Dass die Sitzung dennoch zwei Stunden währte, lag an der üppig gefüllten Tagesordnung. Mit der Telekom-Initiative „Wir jagen Funklöcher“ sind gerade auch im Süden des Landkreises nach wie vor große Hoffnungen verknüpft, dass sich, zumindest hier und da, Verbesserungen in Sachen Netzausbau erreichen lassen. 17 der 23 Orte der Gemeinde haben laut aktuellen Telekom-Daten noch immer ein großes Erreichbarkeits-Problem. Da die Initiative den Ausbau des Funknetzes deutschlandweit nur in 50 Orten unterstützen wird, macht man sich im Niederen Fläming mit seinen überschaubaren Bevölkerungszahlen in den einzelnen Dörfern insgesamt wenig Hoffnung, berücksichtigt zu werden.

Kleine Dörfer haben wenig Chancen

Statt einzelne Dörfer vorzuschlagen, plädiert der Ausschuss nun dafür, für die Gesamtgemeinde die Förderung zu beantragen, um mit einer höheren Einwohner- und Gewerbezahl bei der Vergabe-Jury zu punkten. Seitens der Amtsverwaltung wurde hierfür bereits vorgearbeitet und eine Liste kommunaler Gebäude erstellt, die sich für die Errichtung einer Funkantenne eignen würden.

Zweites, großes Thema des Abends war das seit 2006 laufende Flurbereinigungs-Verfahren, das in zehn Jahren abgeschlossen sein soll. Nach der vor wenigen Wochen erfolgten Vorstellung eines Zwischenberichts durch Mitarbeiter des Brandenburgischen Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung, liegen nun die ersten Varianten für die Neugestaltung von Wegen und die erste Grobkalkulation der damit verbundenen Kosten auf dem Tisch. Vor allem letztere sorgten im Ausschuss für Ernüchterung. Trotz 75-prozentiger Förderung durch das Land sind die von den Flächeneigentümern und/ oder -nutzern zu tragenden Eigenanteile immens. Der noch Anfang Oktober von Wäsche vermutete, von der Gemeinde für kommunale Wege zu leistende Maximalbeitrag in Höhe von 150.000 Euro erweist sich nun als Minimal-Ansatz. „Doch wir kommen nicht darum herum, unsere eigenen Wege zu machen“, brachte es Lutz Löffler (GfNF) auf den Punkt.

Minimal-Variante als Vorzugs-Variante

Nach der Erörterung verschiedener Wege- und Ausbauvarianten plädiert der Ausschuss nun für den Ausbau des Feldweges, der die zwischen Schlenzer und Fröhden verlaufende Skaterbahn mit Riesdorf und Lichterfelde verbindet. Auf eine Anbindung Sernows und eventuell auch auf die Ortsumfahrung Riesdorf solle, mit Blick auf die Kosten, verzichtet werden.

 

Von Uwe Klemens

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