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Teltow-Fläming Ab 20. Mai wird im Waldauer Weg gebaut
Lokales Teltow-Fläming Ab 20. Mai wird im Waldauer Weg gebaut
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18:39 10.05.2019
Der Waldauer Weg in Jüterbog soll demnächst ausgebaut werden.
Der Waldauer Weg in Jüterbog soll demnächst ausgebaut werden. Quelle: Hartmut F. Reck
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Jüterbog

Eigentlich sollte im Waldauer Weg in Jüterbog schon längst gebaut werden. Doch jetzt wird es tatsächlich geschehen. Am 20. Mai beginnt die Erneuerung der Kreisstraße, kündigte nun die Kreisverwaltung Teltow-Fläming an.

Das heißt nicht, dass gleich die ganze Straße aufgerissen und gesperrt wird. Erst finden Baubesprechungen und sonstige vorbereitende Maßnahmen statt. Jedoch ist in der gut 15-monatigen Bauzeit eine Vollsperrung vorgesehen, so Jörg Thiele, Sachgebietsleiter für Infrastrukturmanagement in der Kreisverwaltung.

Gemeinschaftsprojekt von Kreis, Stadt und WAZ

Beim Waldauer Weg handelt es sich um eine Kreisstraße (K 7210), die der Landkreis Teltow-Fläming schon längst hat sanieren wollen. Dies geht aber nur mit der Stadt Jüterbog, die für die Nebenanlagen wie Gehwege und Straßenbeleuchtung zuständig ist. Weiterer Partner dieses Gemeinschaftsprojekts ist der Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ), der bei dieser Gelegenheit sämtliche Trink- und Abwasserleitungen erneuern und die meisten Hausanschlüsse neu verlegen will.

Notbremse gezogen

Jedoch hatte 2018 mitten in den Vorbereitungen Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (WsJ) die Notbremse gezogen. Die Ausschreibungsergebnisse waren ihm zu hoch, und er forderte eine Neuausschreibung der Tiefbaumaßnahmen auf die Gefahr hin, dass es dann noch teurer wird.

Raues damaliges Problem war, dass die Stadt das Geld für ihren Anteil in der Höhe nicht im aktuellen Haushalt stehen hatte. Zwar wurde inzwischen etwas umgeplant und eingespart, aber – wie zu erwarten: „Preiswerter ist es nicht geworden“, sagt Jüterbogs Bauamtsleiterin Kira Wenngatz.

Hoffen auf Gesetzesänderung

An den Kosten werden normalerweise auch die Anlieger, also die Eigentümer der an der Straße stehenden Häuser, beteiligt. Diese Straßenausbaubeiträge gelten offiziell immer noch, sollen aber demnächst per Gesetzesänderung vom Land aufgehoben werden. Die Einnahmen, die den Kommunen dadurch entgehen, will das Land dann erstatten.

75-prozentige Landesförderung

Wie MAZ berichtete, hat der Kreistag Ende April der Erneuerung des Waldauer Weges zugestimmt. Der geplante Kostenanteil des Landkreises beträgt genau 1.122.746 Euro. Das Land Brandenburg gewährt für die Maßnahme eine 75-prozentige Förderung der Kosten.

Mit den Bauarbeiten wird die Firma Strabag AG beauftragt, die auch schon das ursprüngliche Vergabeverfahren gewonnen hatte. Die Bauarbeiten sollen laut Kreis mit dem 31. August 2020 beendet sein.

Von Hartmut F. Reck