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Teltow-Fläming Bauhof klar für den Winterstart
Lokales Teltow-Fläming Bauhof klar für den Winterstart
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02:06 01.12.2017
Robert Preuß steckt das letzte Fähnchen – nun kann der Winter kommen, Technik und Bauhofmitarbeiter sind gewappnet.
Robert Preuß steckt das letzte Fähnchen – nun kann der Winter kommen, Technik und Bauhofmitarbeiter sind gewappnet. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

„Bei uns ist alles einsatzbereit“, sagt Andrea Bunzel, stellvertretende Leiterin des Jüterboger Bauhofes, und meint damit nicht nur die Technik und das Streugut, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter. Zwei Teams von jeweils sechs männlichen und einer weiblichen Kollegin teilen sich im zweiwöchigen Wechsel die nächtliche Rufbereitschaft, die seit der Nacht zu Donnerstag besteht. Bereits am Abend werden die Wetterprognosen studiert und Absprachen getroffen. Jeden Morgen zwischen drei und vier Uhr guckt Robert Preuß, wie die Wetterlage im Stadtgebiet ist und alarmiert bei Glatteis oder Schneefall seine Kollegen. Ab zirka vier Uhr beginnt dann das Räumen und Streuen.

Kindheitstraum wurde wahr

„Mir persönlich macht das viel Spaß“, sagt Preuß. „Schon als Kind hab ich, wenn ein Schneepflug vorbeifuhr, davon geträumt, selbst hinterm Steuer zu sitzen. Jetzt ist es Wirklichkeit geworden.“ Die meisten seiner Kollegen sähen das zwar nicht ganz so euphorisch und die Worte „Schnee“ und „Winter“ sollte man derzeit lieber nicht gebrauchen. „Aber was getan werden muss, muss getan werden.“

Bei der Technik selbst gibt es keine Befindlichkeiten. Die Zusatztechnik für die beide Multicar-Fahrzeuge, also Schneeschilde, Bürsten und Streueinheit wurden in den vergangenen Tagen gewartet und für die Schnellmontage vorbereitet. „In etwa zwei Wochen bekommen wir noch ein drittes Fahrzeug, das wendiger und leichter ist und sich so für den Einsatz auf Bürgersteigen noch besser eignet“, sagt Andrea Bunzel mit Blick nach vorn.

Genügend Reserven vom letzten Winter

Neuer Streu-Kies und Salz mussten in diesem Jahr nicht bestellt werden. „Vor dem letzten Winter hatten wir zwei Sattelzüge voll bestellt, davon dann aber nur wenig gebraucht, sodass noch ausreichend vorhanden ist“, sagt Bunzel. Kies und Salz werden getrennt gelagert und erst im Bedarfsfall vorgemischt. Das fertige Streugut kommt in den Container, der dann Huckepack aufs Fahrzeug kommt.

Zuständig mit dem Beräumen und Abstumpfen sind die Bauhofmitarbeiter auf den Gehwegen vor kommunalen Grundstücke und öffentlichen Einrichtungen sowie auf diesen Grundstücken direkt. Dazu zählen Parks, Friedhöfe, Kitas und Schulen, sofern dort kein Hausmeister diese Aufgabe übernimmt. Ausgenommen sind der Mönchenkirchplatz und der Jüterboger Marktplatz, für deren Winterdienst die Stadt die Reinigungsfirma Koplin beauftragt hat.

Nicht jede Straße wird beräumt

Auch das Beräumen und Streuen auf der Fahrbahn übernimmt der Fremddienstleister. „Aber nicht jede, sondern nur etwa 80 Prozent aller Straßen werden beräumt“, erläutert Bunzel, „welche Straßen das sind, legt der Winterdienstplan fest, den die Stadtverordneten beschließen.“ Der Winterdienst auf den Bundesstraßen in Kloster Zinna und Markendorf übernimmt die Landes-Straßenmeisterei, die diese Dienstleistung hinterher der Kommune in Rechnung stellt.

Auch wenn kein Schnee fällt, bleibt auf dem Bauhof mit dem Warten von Bänken, Geräten und mit dem Baumschnitt viel zu tun.

Von Uwe Klemens