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Teltow-Fläming Baustellen in Fluren und Fachräumen
Lokales Teltow-Fläming Baustellen in Fluren und Fachräumen
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16:03 08.09.2017
So sehen Flure und Treppenhäuser der Schule derzeit aus. In den Herbstferien soll gemalert werden.
So sehen Flure und Treppenhäuser der Schule derzeit aus. In den Herbstferien soll gemalert werden. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Die erste Schulwoche ist vorüber. An der Jüterboger Scholl-Grundschule sind angesichts eines Starts mit Hindernissen nun fast reguläre Verhältnisse eingekehrt. „Auch der Start in der Scholl-Schule klappte. Bauamt und Firmen haben erhebliches geleistet“, teilte Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) noch am Montagmorgen vor der ersten Unterrichtsstunde mit.

„Erleichtert“ sei er darüber und bat um Verständnis wegen der „kleineren Schönheitsmängel“. Viele Lehrer, Schüler und Eltern hatten allerdings einen anderen Eindruck.

Lieferverzögerungen und Mehrarbeiten sind Grund für die Arbeiten

„Wir haben nach den Ferien nicht schlecht gestaunt, denn wir hatten die Vorstellung, dass man weiter sei“, gibt Schulleiterin Mechthild Mews unumwunden zu. Umfangreiche Bauarbeiten für den Brandschutz und andere Umbauten fanden in den Ferien in weiten Teilen der Schule statt. Doch wegen Lieferverzögerungen und Mehrarbeiten ist die Schule auch jetzt noch eine Baustelle.

Der neue Bewegungsraum im Kellergeschoss wird erst im Oktober fertiggestellt. Quelle: Uwe Klemens

Flure sind nicht gemalert, Kabel hängen von der Decke, Steckdosen funktionieren nicht. Der neue Bewegungsraum im Keller und der Werkraum im Erdgeschoss sind nicht benutzbar. Gerade in den ersten zwei Schultagen musste erheblich mit Projekten improvisiert werden, um die Schüler zu beschäftigen.

„Kleinere Schönheitsmängel“ – so beschrieb der Jüterboger Bürgermeister den Zustand bei Schulstart. Quelle: Uwe Klemens

Eltern berichten, dass ihre Kinder viel gemalt und gebastelt hätten. Über Projekttage wären sie nicht informiert gewesen. Laut Mews wurden Lernprojekte in der Turnhalle und „an der frischen Luft“ abgehalten. Das ist zwar nicht ungewöhnlich und war für einige Klassenstufen auch im Vorfeld geplant, doch so Mews, habe man die Projektarbeit im Vergleich zu früheren Schuljahren „intensiviert“.

„Inhaltlich war der Start in keiner Weise holprig“ sagt die Direktorin

Sie wolle aber nicht klagen, denn immerhin sind die Klassenräume fertiggestellt und „inhaltlich war der Start für die Schüler in keiner Weise holprig“. Seit Mittwoch wird laut Bildungsministerium der reguläre Stundenplan eingehalten. Unterrichtsausfall habe es nicht gegeben.

Für die Schulleiterin wird die Improvisation noch andauern. Ihr Büro gleicht einem Sandkasten, weil dort nicht einmal ein Fußboden liegt. Derzeit teilt sie sich ein Arbeitszimmer mit drei anderen Mitarbeiterinnen. In drei Wochen soll ihr Büro fertig sein.

Das Büro der Schulleiterin gleicht noch einem Sandkasten. In drei Wochen soll die Direktorin ihr Büro beziehen können. Quelle: Uwe Klemens

Auf die durchweg positive Mitteilung zum Schulstart angesprochen, wollte Bürgermeister Raue nichts sagen. Eine Bitte um selbstkritische Stellungnahme blieb unbeantwortet. Laut Verwaltung sollen verträgliche Bauarbeiten parallel zum Unterricht durchgeführt und in den Herbstferien dann laute Arbeiten fertiggestellt werden.

Von Peter Degener