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Teltow-Fläming Behörde will Hundehospiz verbieten
Lokales Teltow-Fläming Behörde will Hundehospiz verbieten
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00:28 08.04.2018
Stephanie Badura betreibt seit Oktober 2017 ein Hospiz für Hunde in Mahlow namens „Stevie's Hundesenioren“. Quelle: foto: Christian Zielke
Mahlow

Sie sind alt und gebrechlich. Viele sind krank, weil sie unter schlimmen Bedingungen gehalten oder zur Zucht missbraucht wurden. Doch Stephanie Badura liebt jeden ihrer Hunde, die sie „Omis“ und „Opis“ nennt.

Im vergangenen Oktober zog sie von Ahrensfelde nach Mahlow, um sich um ihre Hunde zu kümmern. „Wir sind toll hier aufgenommen worden“, sagt die 34-Jährige. In Mahlow habe es erstmals keinen Ärger mit Nachbarn gegeben, die sich an den vielen Hunden stören. Als sie vom neuen Hundehospiz hörten, hätten viele Menschen aus Mahlow und Umgebung sie unterstützt. Bis heute bringen die Leute Futter und Spielzeug für die 15 meist älteren Hunde vorbei, die Stephanie Badura betreut.

Hundehospiz ist laut Behörde doppelt illegal

Die Idylle ist jedoch bedroht. Im Februar bekam Stephanie Badura Post von der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises. Nach Auffassung der Behörde handelt Stephanie Badura gleich doppelt illegal. Sie betreibt eine tierheimähnliche Einrichtung und bewohnt dauerhaft einen Bungalow, der nur als Wochenendhaus gedacht ist. Für beides hat sie keine Genehmigung. Die Bauaufsicht droht mit einem Ordnungsgeld, falls Stephanie Badura den Bungalow weiter „formell illegal“ zum Wohnen und für ihre Hunde nutzt. Diesen illegalen Zustand habe Stephanie Badura selbst verursacht, indem sie das Grundstück anders nutzt als erlaubt.

Die 34-Jährige ist verzweifelt. Der Brief traf sie wie ein Schlag. „Ich weiß nicht, was ich machen soll. Nachts kann ich nicht mehr schlafen. Ich habe Angst vor dem, was kommt“, sagt sie. In Mahlow sieht sie ihre Zukunft – sowohl das private Glück als auch das ihrer Hunde. „Wenn man uns vor die Tür setzt, wäre es das Todesurteil für viele Hunde“, sagt sie.

Betreuung ist rein privat

Viele ihrer Schützlinge hat sie mühevoll und mit Unterstützung einer Tierärztin wieder aufgepäppelt. Einige hatten Verletzungen, andere waren mit Tumoren übersät. Stephanie Badura möchte jedem Hund, den sie aufnimmt, einen schönen Lebensabend bereiten. Ihr Engagement für die Tiere, sagt sie, ist rein privat. „Ich mache das von meinem erarbeiteten Geld“, sagt sie. So hat sie es auch gegenüber der Bauaufsicht schriftlich erklärt.

Eines Tages kann sie sich vorstellen, das Hundehospiz offiziell zu betreiben. Das Grundstück in der Mahlower Kreischaussee sei perfekt, sagt Stephanie Badura. Mit fast einem Hektar Größe biete es viel Auslauffläche für die Hunde. Auch eine Quarantänestation sei denkbar.

Vermieter müsste Bauantrag stellen

Ob es dazu wirklich kommt, hängt von der Entscheidung der Bauaufsicht ab. Sie beharrt auf einer Baugenehmigung. In einer Stellungnahme an die MAZ heißt es, die Zustimmung könne auch nachträglich erteilt werden. Voraussetzung sei ein Bauantrag. Diesen müsste der Vermieter stellen. Nachbarn hätten ihr bereits gesagt, dass ein solcher Antrag kaum Aussicht auf Erfolg habe, sagt Stephanie Badura. Schuld daran ist die abgelegene Lage des Grundstücks unter der Einflugschneise und nur wenige Meter vom Eisenbahnaußenring entfernt. Ausgerechnet die Faktoren, die für Stephanie Badura im vergangenen Jahr ausschlaggebend für das Grundstück waren, drohen zum Makel zu werden.

Von Christian Zielke

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