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Teltow-Fläming Bestatter seit 20 Jahren
Lokales Teltow-Fläming Bestatter seit 20 Jahren
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18:57 18.01.2013
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LUCKENWALDE

.“ Früher hatte er einen Pieper dabei. Sobald dieser Alarm schlug, musste er sich ein Telefon in der Nähe suchen, um zurückzurufen. Inzwischen hat auch im Bestattungswesen längst moderne Technik Einzug gehalten.

Klaus Broda und Bernd Münchow haben in den vergangenen Jahren viel erlebt. Auf einiges hätten sie gern verzichtet. Beispielsweise wenn sie Verstorbene aus total verkommenen Wohnung holen mussten. Überhaupt habe sich die Bestattungskultur sehr verändert.

„Einen großen Einschnitt gab es, als das Sterbegeld vor einigen Jahren weggefallen ist“, so Broda. Noch vor Jahren gab es kaum Beisetzungen auf der grünen Wiese, doch die haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. „Es wird an allem gespart. Anstelle von Kränzen werden Gestecke oder Grabsträuße bestellt“, wissen die Männer aus Erfahrung. Auf den Dörfern ist der Trend zwar noch nicht ganz so spürbar wie in der Stadt, aber er setzt sich auch dort immer mehr durch. Es werden immer weniger Erdbestattungen. „Viele bevorzugen die grüne Wiese, weil sich von den Angehörigen niemand um die Gräber kümmern kann. Doch die meistem wollen nicht anonym bestattet werden. Sie wünschen sich wenigstens ein Schild mit Namen oder einen Stein. Allerdings können wir nicht alle Wünsche berücksichtigen, denn es gibt ja Friedhofsordnungen, an die wir uns halten müssen“, erklärt Bernd Münchow.

Die meisten Todesfälle ereignen sich nicht wie vermutet im November. „Im vergangenen Jahr hatten wir in den Sommermonaten die meisten Sterbefälle. In unserer Branche kann man nichts planen. Man weiß nie, was einen erwartet“, sagt Klaus Broda.

Hin und wieder gibt es selbst im Bestattungswesen etwas zum Schmunzeln. So kam vor einiger Zeit ein älterer Herr in Begleitung seiner Kinder, um einen Sarg für seine verstorbene Frau auszusuchen. Der Witwer hatte einen Sarg aus Eiche ins Auge gefasst. Als die Kinder mitbekamen, dass dies der teuerste war, wollten sie ihren Vater davon abhalten. Doch der kaufte den Sarg für seine Frau. Und er sicherte sich das teure Exemplar auch gleich für sich selbst. (Von Margrit Hahn)

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