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Blankenfelde-Mahlow Alter Penny-Markt als Bibliothek im Gespräch
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Alter Penny-Markt als Bibliothek im Gespräch
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12:58 10.05.2019
Die beiden leeren Geschäfte im Luisencenter Mahlow könnten möglicherweise bald eine neue Zentralbibliothek beherbergen. Quelle: Jonas Nayda
Mahlow

 Blankenfelde-Mahlow hat ein Bibliotheksproblem. Die Gemeindebibliothek ist auf drei Standorte verteilt, aber es gibt aktuell nur fünf Mitarbeiter und keine Perspektive für die Zukunft. „Wenn nicht sehr bald etwas passiert, geht es nicht mehr weiter“, sagt Heike Richter, Leiterin der Gemeindebibliothek.

Aus Personalmangel ist der Standort in Dahlewitz seit Herbst 2018 geschlossen. Er wird auch in diesem Jahr nicht mehr wieder geöffnet werden. Die beiden anderen Standorte in Mahlow und Blankenfelde sind keine guten Lösungen: Zu wenig Platz, nicht im Eigentum der Gemeinde und teilweise auch nicht barrierefrei. Die Probleme seien schon seit Jahren bekannt, sagt Richter. Sie wendet sich nun an die Gemeinde, es müsse endlich besser werden.

Die bisherige Gemeindebibliothek neben dem Edeka soll später eventuell geschlossen werden. Quelle: Jonas Nayda

Im Bildungsausschuss am Dienstagabend präsentierte Ulrich Koslowski, Innenarchitekt für die Bibliothekseinrichtungsfirma Ekz eine mögliche Lösung: Die Gemeinde könnte eine neue Zentralbibliothek im Luisencenter aufbauen.

Bibliothek für „modernste Anforderungen“

Das leerstehende Schlecker-Geschäft vorne und der ehemalige Penny-Markt dahinter würden rund 1000 Quadratmeter bieten, die ideal genutzt werden könnten. „Man könnte dort eine Bibliothek einrichten, die den modernsten Anforderungen gerecht wird“, sagt Koslowski. Heutzutage sei eine Bibliothek längst nicht mehr nur Ausleih- und Rückgabeort für Bücher. Laut Koslowski sind Bibliotheken Lernorte, Spielorte und Raum für Kommunikation. „Es hat sich gerade in den letzten Jahren sehr weiterentwickelt“, sagt der Innenarchitekt.

In der neuen Bibliothek könnte auch eine Wohnzimmerecke entstehen Quelle: Ekz/Koslowski

Die Gemeindebibliothek ins Luisencenter zu verlegen, könnte gleich mehrere Probleme mit einem Schlag lösen: Es gäbe mehr Platz als in allen drei Standorten zusammen, die Eingänge funktionieren auch für Rollstuhlfahrer und das Personal wäre entlastet, weil es nicht mehr zwischen den einzelnen Standorten hin und her pendeln müsste.

Geld ist noch gesperrt

Die Gemeinde hat den ehemaligen Penny-Markt bereits gekauft. Laut Verwaltung sei es möglich, den ehemaligen Schlecker einfach dazu zu mieten. Geld für das Projekt ist sogar auch schon vorhanden, die Haushaltsmittel müssen nur noch entsperrt werden. Bibliothektsleiterin Heike Richter ist von der Idee überzeugt. Selbst wenn eine Bibliothek in einem ehemaligen Supermarkt nur eine Zwischenlösung wäre, könne sie gut damit leben, sagt sie. Mit mehr Räumen könnte die Bibliothek auch noch besser Veranstaltungen durchführen, die derzeit aus Platzmangel abgesagt werden müssten.

Leerer Penny-Markt im Luisencenter: Genug Platz für eine Bibliothek. Quelle: Jonas Nayda

Tatsächlich heißt es in dem Beschlussvorschlag, der im Mai in der Gemeindevertretung abgestimmt werden soll, das Gebäude solle „mindestens temporär“ als Bibliothek genutzt werden.

Später noch besserer Standort möglich

Im Bildungsausschuss stellte Marion Dzikowski, stellvertretende Bürgermeisterin von Blankenfelde-Mahlow klar, dass langfristig möglicherweise noch eine ganz andere Lösung gefunden werden muss. Wenn das Integrierte Gemeinde-Entwicklungs-Konzept (Insek) fertig ist, an dem Fachplaner zurzeit arbeiten, müsse eventuell ein neuer, noch besserer Standort ins Auge gefasst werden. „Mir ist es aber wichtig, jetzt eine Lösung zu finden, die relativ kurzfristig Verbesserungen für Leser und Personal bringt“, sagte Dzikowski.

Wenn die Gemeindevertreter dem Beschlussvorschlag im Mai zustimmen, könnten die konkreten Planungen für die neue Bibliothek beginnen. Laut Dzikowski wäre eine Eröffnung dann schon im Jahr 2020 möglich. Ob und wann die anderen Bibliotheksstandorte in der Gemeinde daraufhin geschlossen werden, wollte Dzikowski am Dienstag noch nicht festlegen. Dazu müssten gesondert Beschlüsse abgestimmt werden, sagte sie.

Von Jonas Nayda

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