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Blankenfelde-Mahlow Baerbock: BER zu Ende bauen, aber Drehkreuz verhindern
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Baerbock: BER zu Ende bauen, aber Drehkreuz verhindern
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14:10 18.08.2019
Annalena Baerbock im Bürger-Dialog in Blankenfelde Quelle: A.v.Fournier
Blankenfelde

Die Parteien laufen im Wahlkampfmodus, Bundestagsabgeordnete unterstützen mit bekannten Gesichtern auf Touren die Landesverbände – und als Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) am Samstag in die Grüne Passage nach Blankenfelde rief, folgten viele „Grüne“ und Sympathisanten: „Natürlich will ich dabei sein, wenn unsere Bundesvorsitzende hier ist“, freute sich Wiebke Knake, die die Fraktion in der Gemeindevertretung führt.

Saal vollbesetzt

Der Saal war vollbesetzt, viele Gäste ohne Parteibuch waren gekommen, auch aus Nachbarorten. Stühle im Kreis gestellt, in der Mitte ein erhöhtes Podest für Annalena Baerbock, das ist das Konzept des Formats „Townhall“, das die Bundesvorsitzende so erklärte: „Genau eine Stunde für Ihre Fragen und meine Antworten. Ich mag Veranstaltungen mit langen Vorreden nicht, auf denen am Ende keine Zeit für das Wichtigste bleibt“. Das brachte der gebürtigen Hannoveranerin, die seit gut einem Jahrzehnt Brandenburgerin ist und mit Familie in Potsdam lebt, erste Sympathiepunkte. Gerhard Kalinka, Blankenfelder Grüner Spitzenkandidat für das Bürgermeisteramt, bat um neugierige, spannende Fragen und freundliches Klima und brachte das Mikro zu den Fragestellern.

Annalena Baerbock im Bürger-Dialog in Blankenfelde Quelle: A.v.FournierA.v.Fournier

Viele Fragen

Die legten sofort los. Es interessierte sie die Stellung der Grünen zu Ehrlichkeit in der Politik, Flughafen BER, Offenhaltung Tegel, Dieselskandal, ungestrafte Steuergeld-Verschwendung bis zur Bildung. Spannende Fragen kamen von Rangsdorfern „mit Grünem Herzen“, ob denn die strategische Wahl auf Landesebene nicht klug wäre, um einen AfD-Direktkandidaten zu verhindern. Und ob die Partei mal an einen „Grünen Länderfinanzausgleich“ gedacht habe: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hätten keine Industrien, dafür viel gute Natur, doch ein Laden und ein Gasthaus in jedem Dorf sei vonnöten. Dafür machte sich auch die Rednerin stark, forderte bessere ÖPNV-Anbindung und schnelles Internet. Wenig zufrieden waren die Fragenden nach der Zukunft des BER: Baerbock befand, dass bereits so viel Geld in den Standort geflossen sei, dass man zu Ende bauen und betreiben, ein Drehkreuz aber verhindern müsse. Sie blieb keine Antwort schuldig. Rhetorisch gewandt und fachlich versiert beeindruckte sie im Saal. „Wenn Sie zwei Dinge sofort ändern könnten, was wäre das?“, fragte ein Junge am Schluss. „Klimaschutzgesetz mit festen Parametern sofort und Kindergrundsicherung einführen“, waren die deutlichen Ansagen.

Von Andrea von Fournier

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