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Blankenfelde-Mahlow Die „Köche“ treffen sich einmal im Monat
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16:37 17.09.2018
Einmal im Monat kochen die „Köche“ gemeinsam im evangelischen Gemeindehaus in Blankenfelde. Quelle: Andrea von Fournier
Blankenfelde

Tiefe Stimmen dringen aus dem kleinen Raum, dann Lachen und starker Zwiebel- und Knoblauchgeruch. In der Küche des evangelischen Gemeindehauses Blankenfelde arbeiten Männer mit Messern, Brettchen und Kochlöffeln. Auf einer Küchenschürze ist zu lesen: „Männer kochen“. Acht von ihnen sitzen auf der Eckbank und bereiten Zutaten für das Essen vor. Ein Blatt mit dem Rezept für eine „Champignonpfanne“ liegt neben den Zutaten auf dem Tisch.

Treff einmal im Monat

Einmal im Monat treffen sich Männer mit Koch- und Esslust oder beidem, auf alle Fälle mit Lust auf Gemeinschaft, gegenüber der Blankenfelder Kirche und bereiten nach zuvor abgestimmtem Menü die Zutaten vor, kochen und essen gemeinsam. Dabei wird viel erzählt. Der Unterschied zu gleichartigen Frauenrunden besteht wohl in der Tonhöhe des Lachens, den begleitenden Getränken und den Gesprächsthemen. Rasenroboter kommen hier zum Beispiel aufs Tapet. Pfarrer Steffen Wegener hatte den festen Vorsatz, eine Männergruppe ins Leben zu rufen. Seit 2014 gibt es die „Köche“, die zwischen 15 und 71 Jahre alt sind. Georg Reichert ist ein Mann der ersten Stunde und hat sprichwörtlich die Kochmütze auf. Mit ihm haben vier, fünf Männer angefangen. „Jeder brachte noch jemanden mit“, sagt er. Rasch wurde die Gruppe größer.

Zeit für den gemeinsamen Abend

17 Mitstreiter sind sie jetzt, gut ein Dutzend kommt zu den geselligen Abenden. Ob jemand aus der Kirchengemeinde stammt, Katholik oder gar nicht religiös gebunden ist, ist egal. Doch es geht nicht nur um Essen und Geselligkeit. „Hier wird auch ganz viel Lebensbewältigung getan“, sagt Pfarrer Wegener. Freundschaften entstanden. Georg Reichert ergänzt, dass man natürlich etwas lernen wolle. Er selbst kochte früher gern, doch nur ab und an, das tägliche Essen besorgte seine Frau. Heute muss er die Küche allein managen. Das kann er, wie Helmut Behrendt unterstreicht, richtig gut. Reichert kümmert sich meist um Rezepte und Einkauf der Zutaten. Ein Heftchen mit den bisherigen Gerichten, von Eisbein bis Lauchcremesuppe, hat er den anderen zusammengestellt. Wenn 14 Gänsekeulen oder Matjeshering auf den Tisch kommen, wird zu Hause vorgegart oder eingelegt. Viele Mitstreiter stehen im Beruf und haben wenig Zeit. Doch die Stunden für den gemeinsamen Abend nehmen sich alle gern.

Das Essen zelebrieren

Heute hat Georg Reichert den brandneuen Hockerkocher der Gemeinde auf der Terrasse aufgebaut. Während unter Thomas Hartmanns geübten Händen in der Küche ein Kilo Zwiebeln zu Würfelchen wird, Bernd Schinauer die letzten von fünf Pfund Champignons sauber pinselt und schneidet, prüft er, ob der Propananschluss sitzt und die Flamme zündet. Damit werden nicht nur die Männer draußen brutzeln können. „Der hat Power. Zehn Kilo Kartoffeln haben wir letzte Woche in einer Stunde für Kartoffelsalat gegart“, sagt er. Auf den Kocher kann man auch ganz große Suppentöpfe für die vielen Veranstaltungen stellen. „Ein Steinbackofen für Brot, Pizza oder Backschwein im Garten, dann wären wir komplett“, sagt Bernd Schinauer. Berechnungen, Zeichnung und erste Steine dafür hatte Georg Reichert schon besorgt. Doch die Kirchenältesten winkten ab: zu gefährlich für Kinder. Ob mit oder ohne Ofen: Das gemeinsame Kochen und Essen werden die Blankenfelder auch weiter genüsslich zelebrieren, ganz ohne Frauen.

Von Andrea von Fournier

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